Wollzeile 24

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Grund-Information
Schulerstraße 19.jpg

Wollzeile 24

Aliasadressen =Wollzeile 24, =Schulerstraße 19
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 857 | vor 1821: 909 | vor 1795: 828
Baujahr 1898
Architekt Viktor Schwadron


Das Haus "Zum roten Mann" - Architektur und Geschichte

Das 1898 erbaute Haus, dessen Fassade nach 1945 stark vereinfacht wurde, wurde von Viktor Schwadron entworfen.

1941 wurde das Haus vom NS-Regime eingezogen, den rechtmäßigen Besitzern wurde es im Zuge eines Rückstellungsverfahren 1953 zurückgegeben. In der Zwischenzeit hatte es jedoch schwere Schäden erlitten: am 5.11.1944 schlugen zwei Bomben ein, der rechte Flügel war fast gänzlich eingebrochen, der linke Flügel verlor die oberen Stockwerke. Verschont blieb nur das Erdgeschoss, wo ein Friseur die ganze Zeit über offen hielt.

Vorgängerhaus

Erstmal Erwähnung findet an dieser Stelle ein Haus im Jahr 1385. Im 16. Jahrhundert stiftete es der Besitzer dem Stephansdom, bald danach wurde es privat weiter verkauft.

Erstes Wiener Dampfbad

In dem Haus befand sich 1818–1898 das sogenannte „erste Wiener Dampfbad“, das im Wiener Chargon "Schwitzkasten" genannt wurde.[1] Das Gebäude nannte sich damals „Lincksches Hause“, das Ende des 19. Jahrhunderts abgetragen wurde.

Das Dampfbad wurde 1818 gegründet und von den Wienern liebevoll „Schwitzkasten“ genannt. [2] Die teuren Dampfbäder starben aus, als die ersten Brausebäder unter Bürgermeister Lueger errichtet wurden.[3]

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Sterbehaus des Komponisten und Hofmusikers Franz Aspelmayr

Franz Aspelmayr († 29.7.1787) war Hofmusiker und Komponist von Balletts und Singspielen (Die Kinder der Natur, 1780, Der Sturm, 1782). Als Joseph Haydn Musikdirektor von Graf Morzin war, war Aspelmayr Haydns Sekretär.[4]



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Quellen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, 2004, Bd. 5, S. 676.
  2. Eugen Meßner, Die Innere Stadt Wien, S. 53.
  3. https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Dampfb%C3%A4der
  4. Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987.