Salvatorgasse 2

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Grund-Information
Salvatorgasse 2.jpg

Sterngasse 9

Aliasadressen =Salvatorgasse 2, =Sterngasse 9, =Marc-Aurel-Straße 3
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 447, 448, 449, 380 | vor 1821: 481, 482, 483, 410 | vor 1795: 458, 459, 460, 457
Baujahr 1887
Architekt Arnold Lotz, Joseph Wieser


Das Haus - Architektur und Geschichte

1887 errichteten die Architekten Lotz und Wieser auf den alten Häuserparzellen mit den Konskriptionsnummern Stadt 447 bis 449 und 380 einen Neubau.

Zweiter Weltkrieg

Am 12.3.1945 wurde das Haus auf Seite der Marc-Aurel-Straße von Splittern einer Bombe getroffen. Die Luftdruckschäden waren so massiv, dass das erste Stockwerk einen trichterförmigen Riss erhielt. Auf der Seite der Sterngasse schlug eine Bombe ein und zerstörte das Dach und den letzten Stock.

Vorgängerhäuser

Die Häuser 447, 448 und 449 lagen an der Krebsgasse, die im Zuge der Demolierung des Polizeigefangenenhauses 1885 verschwand. Das Polizeigefangenenhaus hatte ursprünglich den Zugang zwischen dem heutigen Kai und dem Hohen Markt versperrt, durch den Abriss wurde eine Verbindung durch die Marc-Aurel-Straße ermöglicht.

Haus 447 "Zum blauen Mondschein"

Das Haus mit dem Schild "Zum blauen Mondschein stand hier zwischen 1376 (erstmalige Nennung) und 1886.

Haus 448

Das Haus, das bereits 1376 erwähnt wurde, war zwischen 1872 und 1886 in Besitz der "Erzbischof-Milde-Stiftung für arme Priester und Lehrer".

Haus 449 "Zum blauen Krebs"

1557 kaufte das Haus, das seit 1445 hier stand, Peter Khrebs. Der Hausname "Zum blauen Krebs" ist auf ihn zurückzuführen, eventuell aber auch auf die hier verlaufende "Krebsgasse", in der Krebse feilgeboten wurde. Bis 1847 wurde in dem Haus das Bäckergewerbe ausgeübt.

Haus 380

Bis 1572 war dieses Haus Bestandteil von Haus 447, ab dieser Zeit war es dann ein eigenes Gebäude mit Brunnen.

Ausgrabungen

Alle genannten alten Häuser wurden 1847 abgerissen. Die Stadtarchäologie nutzte diese Gelegenheit für Grabungen. Man fand hier zahlreiche römische Objekte. So dürfte hier eine Quelle gelegen sein, die von den Römern genutzt wurde, und deren Wasser in einem 3,8 Meter breiten und 20,7 Meter langen Reservoir gesammelt wurde. Mit diesem Sammelbecken waren zwei Badeanlagen verbunden, die ebenfalls gefunden wurden.



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Quellen