Rauhensteingasse 10

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Rauhensteingasse 10

Aliasadressen =Rauhensteingasse 10
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 933 | vor 1821: 991 | vor 1795: 969
Baujahr 1911
Architekt xxx


Das Diebsschergenhaus - Architektur und Geschichte

Informationen folgen in Kürze [1]

Vorgängerhäuser

Das alte Diebshaus diente vor allem als Gefängnis. schon sein Aussehen war furchteinflößend: rohe Steine waren übereinander geschlichtet worden. Das Haus hatte zahlreiche Namen: Schergenhaus, Raucher Stein, Amtshaus, Malefizspitzbubenhaus, Zum heiligen Kreuz.

1722 wurde es neu erbaut und wurde auf sonderliche Weise eingeweiht. Der Magistrat rief dazu vor Baubeginn alle Handwerker zum Rathaus und verlas ihnen den Befehl für den Neubau. In einem feierlichen Umzug gingen nun alle in die Rauhensteingasse, wo bewiesen wurde, dass das Haus von allen Verbrechern geräumt war. Der Magistrat schlug dann mit seinem Stab dreimal auf das Haus damit es frei von allem Bösen sei.

In das neue Gebäude wurde eine Kapelle integriert, die vom Wiener Weihbischof Heinrich Joseph von Breitenbücher am 21.7.1723 geweiht wurde.

Bestehen blieben aber die weitläufigen Keller, die einst als Marter- und Kerkergewölbe genutzt worden waren. Hier wurden peinliche Befragungen unter Folter vorgenommen, die Zellen waren mit Pfosten-Läden vertäfelt, die der besonderen Sicherheit dienen sollten. In den schrecklichen Zellen saßen nicht nur Mörder und Diebe, auch politische Häftlinge mussten hier Zeit verbringen, darunter Bürgermeister Holzer.

Im Jahr 1603 stürzte sich eine verurteilte Frau - als Zauberin verkleidet - in den Brunnen des Hauses. Ihre Leiche durfte nach damaligem Aberglauben jedoch nicht verbrannt werden, sie wurde daher in ein Fass gepackt und in die Donau geworfen, damit sie weit von Wieg verwesen könne. [2]

Bis zum 1.1.1776 wurde in dem Haus gefoltert und gequält, dann schaffte Maria Theresia die Folter ab. Das Haus wurde abgebrochen und durch ein Privathaus ("Zur österreichischen Krone") ersetzt.



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Quellen

  1. xxx
  2. Realis: Curiositaten und Memorabilien-Lexicon von Wien, Anton Köhler Verlag, Wien, 1846. S. 63