Mölker Bastei 8
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- Bezirk
- 1., Innere Stadt
- Aliasadressen
- =Mölker Bastei 8
- =Schreyvogelgasse 16
- Konskriptionsnummer
- vor 1862: 1166
- vor 1821: 1239
- vor 1795: 88
- Baujahr
- 1791
- Architekten (Bau)
- Peter Mollner
Das Haus, Das Pasqualatihaus - Architektur und Geschichte
Das Haus wurde im Auftrag von Johann Baptist Freiherr von Pasqualati, dem Leibarzt von Maria Theresia, 1791 von Peter Mollner erbaut.
An der Ecke des Hauses ist die Wappenkartusche der Familie Pasqualati zu sehen, im Innenhof, in den man durch eine Einfahrt gelangt, findet man eine schmiedeeisernen Laterne und einen Brunnen. Auch das Stiegenhaus ist noch original aus der Bauzeit erhalten. Besonders sehenswert ist das alte Kellergewölbe, wo noch Reste der alten Bastei erhalten sind.
Heutige Nutzung
Im Haus befinden sich heute unter anderem Beethoven-Gedenkräume sowie das Adalbert Stifter-Museum. Seit 1947 ist hier das Adalbert-Stifter-Museum untergebracht. Seit 1991 hat außerdem die Redaktion der musikwissenschaftlichen Schriftenreihe Vom Pasqualatihaus ihren Sitz im Gebäude.
Beethoven im Pasqualatihaus
Pasqualati war ein Förderer von Beethoven, weshalb er ihn zwischen 1804 und 1815 mehrfach hier wohnen ließ. Beethoven komponierte hier die Oper Fidelio (eigentlich "Leonore") und die 4., 5., 7. und 8. Symphonie. Auch sein berühmtestes Klavierstück "Für Elise" entstand hier. Hier ist ein Porträt des Komponisten zu sehen, das von Willibrord Joseph Mähler geschaffen wurde. [1], [2]
Beethovens Wohnung wurde von der Stadt Wien im Jahr 1941 zu Gedenkräumen umgestaltet und ist heute Teil des Wien Museums. In der Wohnung besuchte ihn Bettina Brentano mehrfach, die dies auch in ihrem Buch „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“ beschrieb.
Gedenktafel
Beethoven wohnte in diesem Hause
wiederholt 1804 bis 1816
Symphonie IV, V, VII, Fidelio, Leonoren,
Ouvertüre Nr. 3, Klavierkonzert Nr. 4
Violinkonzert, Streichquartette
op. 59 und 95 und andere Werke
Adalbert-Stifter-Museum
Seit 1947 befindet sich in drei Räumen des Hauses auch das Adalbert-Stifter-Museum.
Redaktion "Vom Pasqualatihaus"
Seit 1991 ist hier auch der Sitz der Redaktion der musikwissenschaftlichen Schriftenreihe „Vom Pasqualatihaus“, die von Michael Nagy herausgegeben wird. Er veröffentlicht darin Forschungsergebnisse, wie Instrumentengeschichte und die Dokumentation von Musikbeständen.
Vorgängerhäuser und bekannte Bewohner
Wohnhaus des Mathematikers Jakob Marinoni und des Ingenieurs Leander Graf Anguissola
Einst standen hier zwei kleine Häuser, eines davon hatte 1740 der Hofmathematiker Jakob Marinoni erworben und richtete hier eine modernst ausgerüstete Sternwarte ein.
Er wohnte hier gemeinsam mit dem kaiserlichen Oberingenieur Leander Graf Anguissola, mir dem er einen Plan von Wien herausgab. Die beiden Männer waren auch die ersten Lehrer der 1718 gegründeten Ingenieursakademie, die Vorlesungen hielten sie in ihrer Wohnung ab.
Bildhauer-Werkstatt und Johann Baptist Pasqualati
Das zweite Haus enthielt eine Bildhauer-Werkstatt, als es der Freiherr Johann Baptist von Pasqualati, der Leibarzt von Maria Theresia, 1791 gemeinsam mit dem ersten erwarb und zu einem vereinte.
Ansichten
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Quellen
- ↑ http://www.wienmuseum.at/de/standorte/beethoven-pasqualatihaus.html
- ↑ Richard Groner: Wien wie es war. Ein Nachschlagewerk für Freunde des alten und neuen Wien, Fritz Molden-Verlag, 1965, Wien, S. 59
- ↑ Postkarten-Industrie AG, Wien (POSTIAG) (Hersteller), Beethovenhaus, Wien I. Mölkerbastei 8 Pasqualatihaus (1804 - 1815)., um 1925, Wien Museum Inv.-Nr. 49902/3, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/127627/)
- ↑ Verlag Reinhold Entzmann & Sohn (Verlag), 1., Mölker Bastei 8 - Pasqualatihaus - Eckansicht, um 1900, Wien Museum Inv.-Nr. 79000/9118, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/151916/)


![Das Pasqualatihaus um 1925 [3]](/images/e/ee/Pasqualatihaus_1_Wien_Museum_Online.jpg)
![Das Pasqualatihaus, Eckansicht um 1900 [4]](/images/5/54/Pasqualatihaus_2_Wien_Museum_Online.jpg)