Hofburg

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Die Hofburg

Die Bauetappen, eine Burg etsteht

Der erste Teil der Burg wurde von Leopold III. Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut und trägt daher auch den Namen Lopoldinische Burg. Sie brannte 1275, als Wien von einer Feuerkatastrophe heimgesucht wurde, komplett ab. Ottokar II. Přemysl., König von Böhmen, ließ auf den Ruinen den neuen Bau errichten, konnte sein Werk jedoch nicht vollenden, da er von Rudolf I. 1277 in einer Schlacht getötet worden war. Der Bau wurde erst vom Sohn Rudolfs, Albrecht I., 1291 fertiggestellt. In die quadratisch angelegte Burg gelangte man über eine Zugbrücke auf einen Platz. Von hier kam man über die Botschafterstiege in die großen Säle der Burg.

1536 und 1552 wurde die Burg durch Ferdinand I. vergrößert, ein weiterer Umbau wurde durch Kaiser Leopold 1660 vorgenommen. Am 23.2.1668 brannte die Burg nahezu, bis aufs erste Geschoss, ab, ein Tischlergeselle hatte unvorsichtig gearbeitet, um 2 Uhr nachts stand das Gebäude komplett in Flammen. Ein alter Turm, der an der Auffahrt zum Rittersaal gestanden hatte, verhinderte, dass das Feuer sich weiter ausbreiten konnte. [1]

Der Amalienhof entstand Ende des 16. Jahrhunderts, benannt ist er nach Amalia von Braunschweig, der Witwe von Josef I. Auch dieser Hof bildet ein großes Viereck, an dessen Ende ein Turm mit einer großen Uhr steht.

Der nördliche Teil der Burg entstand schließlich 1728 unter Karl VI., nach Plänen von Fischer von Erlach. Schon zur Bauzeit war er als Reichskanzlei und Wohnung des Vizekanzlers gedacht, der Reichshofrat hielt hier seine Sitzungen ab. In der Mitte des Gebäudes ist das Wappen von Karl VI. angebracht, an jedem Ende verbinden große Schwibbogen die Gebäude.

Die Statuen stellen Herkules als Überwinder des Antäus und des Busiris dar. Die dritte Statue zeigt Herkules als Löwenbändiger, die vierte als Bezwinger eines kretischen Stieres. Die Stauten sind Werke des Bildhauers Lorenz Matthieli.

Die Burg beherbergt drei Kapellen, die Hauptkapelle wurde 1448 von Kaiser Friedrich IV. erbaut. Die Kammerkapelle liegt unmittelbar bei den Wohnzimmern der Kaiserlichen Familie, die dritte Kapelle liegt ebenfalls in der Alten Burg.

Die Alte Burg und "In der Burg"-Hof

Die Alte Burg, auch Leopoldinische Burg, erstreckt sich zwischen Amalienburg und Schweizerhof. Lange Zeit befand sich in ihr die Hauptwache, vor allem war sie jedoch der Sitz des jeweiligen Kaiserpaares.

In der Burg, Schweizerhof - Schweizertrakt und Kaiserliche Schatzkammer

Plan der Schatzkammer

Kaiser Rudolf II., der selbst reger Sammler war, ließ einen neuen Trakt an die Hofburg anbauen, um das bisherige Lager, die Gewölbe neben der Burgkapelle, aufzulassen und die wertvollen Exponate einem würdigen Raum zu gönnen. Das "Kunsthaus" ist heute Teil der Schatzkammer, hier ließ der Kaiser Gefäße aus Edelmetall, Edelsteine, Uhren und Skulpturen ausstellen. Ein Teil dieser Kunstsammlung bildete den Grundstock für das Kunsthistorische Museum.

Maria Theresia veranlasste eine Neuordnung der Bestände und ließ Nussholzvitrinen anfertigen, die heute in der Geistlichen Schatzkammer zu bewundern sind.

Zwischen 1983 und 1987 wurden die Räume neu gestaltet, heute findet man hier die kostbarsten Exponate der Kaiserzeit. Man sieht Kronjuwelen, die Herrschafts-Insignien der Habsburger, Würdezeichen und Schmuckstücke.

Weltliche Schatzkammer

In der Weltlichen Schatzkammer werden die Kaiserreich-Schätze der letzten 1000 Jahre gezeigt. Vom mittelalterlichen Kronschatz bis zur heiligen Lanze und der Reichskrone des heiligen Römischen Reichs. Ein eigener Bereich widmet sich dem Orden des Goldenen Vlies. Hier sind viele Besonderheit zu finden: Einer der größten Smaragde der Welt, ein riesiger Zahn eines Narwals, den man für ein Einhorn hielt und eine spätantike Achatschale, von der es heißt, sie sei der Heilige Gral.

Geistliche Schatzkammer

Die Geistliche Schatzkammer konzentriert sich auf die Frömmigkeit der Habsburger. Man sieht hier Exponate des mittelalterlichen Reliquienkults, des habsburgischen Katholizismus zur Zeit der Gegenreformation, und auch des österreichischen Volksglaubens.

Eintritt

  • Öffnungszeiten täglich außer Dienstag, 9:00 - 17.30 Uhr

Burgkapelle und Kapellenhof

Hofburgkapelle

Augustinerstraße - Augustinerkirche und Kloster

Josefsplatz - Stallburg

In der Burg, Ballhausplatz - Amalienburg

In der Burg, Ballhausplatz - Leopoldinischer Trakt

Ausbau im 18. Jahrhundert

Josefsplatz - Redoutensaaltrakt

Kaiserstiege

Kaiserstiege

Zu den Gemächern des Kaisers gelangt man, wie damals schon der Kaiser, über die prunkvolle Kaiserstiege.

Michaelerplatz - Winterreitschule

Josefsplatz - Hofbibliothek

Josefsplatz - Augustinertrakt

Reiterstandbild Kaiser Josef I.

Albertinaplatz - Palais Erzherzog Albrecht

Reiterstandbild Erzherzog Albrecht

In der Burg - Reichskanzleitrakt

1529 kaufte Ferdinand I. das Haus des Freiherren von Gusmann und errichtete die Hofkanzlei ein. 1723 wurde die alte Reichskanzlei nach Entwurf von Johann Lukas von Hildebrandt neu gestaltet. Der Flügel im Innenhof ist ein Werk von Joseph Emanuel Fischer von Erlach. die Fassade wurde zwischen 1726 und 1730 gestaltet, sie wurde mit kolossalen Wandpfeilern ausgestattet. Die drei Portale sind mit Plastiken verziert, die die Taten des Herkules zeigen.

Im Reichkanzleitrakt befanden sich die Wohnräume des Kaiserehepaares. Heute sind die Räume von Sisi und Franz Joseph I. als Museen besichtigbar.

Die "Neue" Burg

Heldenplatz - Festsaaltrakt

Michaelerplatz - Michaelertrakt und Maschinenhof

Der Trakt wurde zwischen 1889 und 1793 nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach - teilweise durch Ferdinand Kirschner - erbaut. Er verband nun die Hofreitschule mit dem Kanzleitrakt. Auch das Burgtor entstand in dieser Zeit.

Anstelle des Michaelertraktes stand einst das alte Burgtheater und das Haus mit der Konskriptionsnummer 2, das Haus "Zum goldenen Hasen". Bereits ab 1447 sind die Besitzer des Hauses bekannt, beginnend mit Wolfgang Fuck. 1520 befand sich in diesem Gebäude die kaiserliche Hofküche, die "Hofkuchl", danach besaßen es Philipp Holbein, Tobias Gertinger, die Grafen von Kolowrat, und schließlich Philipp von Boineburg, der es 1696 an Christoph Franz von Gudenus verkaufte. 1890 wurde es abgerissen, um dem neuen Trakt der Hofburg Platz zu machen.[2]

Zu den bedeutendsten Arbeiten von Giovanni Pietro Tencalla zählt der Neubau sowie die Aufstockung des Leopoldinischen Traktes der Wiener Hofburg in den Jahren 1672 bis 1681 nach einem Brand.

Heldenplatz - Neue Burg

Burgring - Corps de Logis

Burggarten - Palmenhaus

Mozart-Denkmal Goethe-Denkmal

Heldenplatz - Ehemalige Umwallung

Reiterstandbild Erzherzog Karl, Reiterstandbild Prinz Eugen

Die Stiegen der Hofburg

Stiegen der Hofburg [3]
  • Adlerstiege - Einst hieß die Stiege "Schwarze-Adler-Stiege", den heutigen verkürzten Namen trägt sie seit 1945. Möglicher Weise war dafür das Wappentier des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. ausschlaggebend, der während des Wiener Kongresses in der Hofburg wohnte. Die Treppe befindet sich zwischen Amalienburg und Leopoldinischem Trakt. [4]
  • Batthianystiege
  • Botschafterstiege
  • Kaunitzstiege
  • Zuckerbäckerstiege
  • Gaisstiege
  • Säulenstiege
  • Redoutensaalstiege (auch: schwarze Adlerstiege)
  • Bibliotheksstiege



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Quellen

  1. Realis (Gerhard Cockelberghe-Duetzele): Geschichten, Sagen und Merkwürdigkeiten aus Wiens Vorzeit, Wien 1846, S. 58
  2. Karl August Schimmer: Ausführliche Häuser-Chronik der inneren Stadt Wien, Wien, 1849, S. 13
  3. Theobald Grieben: Zuverlässiger Wegweiser in Wien und dessen Umgebung, Theobald Grieben, Carl Helf., Berlin Wien, 1856, S. 86
  4. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 20