Hofburgkapelle

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Grund-Information
Wien - Hofburgkapelle.JPG

Hofburgkapelle, auch: k.k. Burgpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt"

Aliasadressen =Hofburg, Schweizerhof
Konfession römisch-katholisch


Architektur und Geschichte

Die Innenansicht der Kapelle

Der Eingang in die Kapelle liegt über der Schatzkammer, man gelangt durch das Schweizertor bzw. den Inneren Burghof zu ihr. Einst, im 13. Jahrhundert, dürfte man durch eine andere Türe in die Kapelle gelangt sein, steht man im Schweizerhof, sieht man ein Fenster, das einer Tür ähnelt, darüber ein Wappen von Österreich. [1]

Die Kapelle gehört zum ältesten Teil der Hofburg. Erstmals wird die damals spätromanische Kapelle 1296 erwähnt, damals regierte Albrecht I.. Seither wurde die Kapelle zahlreiche Male umgebaut, ihr Stil wechselte mit dem Geschmack der Regenten. Albrecht V. erweiterte sie (1423-1426), Kaiser Friedrich III. ließ sie gotisieren (1447-1449). Die heute noch vorhandene spätbarocke Anlage mit den übereinanderliegenden Emporen wurde unter Maria Theresia gestaltet. 1802 fand wieder eine Regotisierung statt.[2]

Gotische Kunstwerke

Zu den ältesten Bestandteilen der Kapelle gehören die vier Schlusssteine im Gewölbe. Sie zeigen den Segen spendenden Christus Salvator, Maria mit dem Jesuskind, den Evangelisten Johannes und den Erzengel Gabriel.

Erhalten sind aus der Gotik noch 13 der 14 Nothelfer-Statuen unter den Baldachinen (1470/1480).

Die Altare

Der Altar wurde von Louis Montoyer entworfen. An den Seiten des Altars sind Reliefs angebracht, das linke zeigt die Begegnung Attilas mit Papst Leo I., das rechte Maria mit dem Jesuskind. Das Altarbild am rechten Seitenaltar wurde 1803 von Hubert Maurer geschaffen und zeigt die Heilige Katharina mit dem Jesuskind. Am linken Seitenaltar steht eine hölzerne Maria aus dem 15. Jahrhundert, den silbernen Mantel hat ihr Ferdinand III. verpasst.

Das schwarze Kruzifix und die Legende darum

Über dem Hauptaltar dominiert ein schwarzes Kruzifix mit einer braunen Christusfigur, es handelt sich hier um das "Ferdinandskruzifix".

Das schwarze Kruzifix und die Habsburger Relevante Orte: Hofburgkapelle
Schwarzes Kreuz.jpg
Angeblich hatte sich Ferdinand II. am 19.6.1619, als die Protestanten Wien bedrängten, zu dem Kruzifix geflüchtet. Bei diesem Ereignis soll das Kreuz ihm die Worte "Ferdinande, non te deseram"" (Ferdinand, ich werde Dich nicht verlassen) zugeflüstert haben. Tatsächlich marschierte zur Rettung das Regiment Dampierre aus und befreite die Stadt. Da man seitdem dem Kreuz zuschrieb, es könne Wunder verrichten, wurde es bei schweren Erkrankungen der Habsburger an deren Bett gebracht. Schlussendlich wurde es zum Sterbekreuz, letztmalig beim Tod von Kaiserin Zita verwendet.

Das Kruzifix war erst in der Schatzkammer aufbewahrt worden, Maria Theresia hatte es später auf den Tabernakel der Kapelle setzen lassen.

Messen

Am Sonntag werden die Heiligen Messen durch die Philharmoniker und die Sängerknaben gestaltet. Gebracht werden Werke von Antonio Salieri, Wolfgang Amadeus Mozart, die Brüder Joseph und Michael Haydn, Anton Bruckner oder Franz Schubert. Diese Messen finden Mitte September bis Ende Juni - jeden Sonntag um 9:15 Uhr bis 10:30 Uhr - statt.

Das Ensemble der Hofburgkapelle besteht aus hochkarätigen Künstlern:

  • Mitgliedern der Wiener Philharmoniker
  • Mitgliedern des Herrenchors der Wiener Staatsoper
  • den Wiener Sängerknaben
  • der Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Der Eintritt zu den Messen beträgt zwischen 10 und 30 Euro, Stehplätze sind kostenlos.

Die Kapelle untersteht seit 1.3.2014 dem Bundeskanzleramt und wird von einer eigenen Direktion geleitet:

  • Geschäftsführer: Prof. Dr. Walter Dobner
  • Künstlerischer Leiter: o. Univ.-Prof. Erwin Ortner
  • Rektor der Hofburgkapelle: Prälat Dr. Ernst Pucher[3]

Eintritt

Die Besichtigung der Kapelle ist Montag und Dienstag 10 bis 14 Uhr und Freitag 11 bis 13 Uhr möglich, an Feiertagen ist geschlossen.

Wien - Eine Stadt stellt sich vor

Die Kirche trägt das Schild Nummer 5 der Aktion "Wien - Eine Stadt stellt sich vor".

Bild Sehenswürdigkeit Text der Tafel
250px 5, Hofburgkapelle noch nicht erfasst



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Quellen

  1. P. Cölestin Wolfsgruber, Die K. u. K. Hofburgkapelle, Wien, 1905, Verlag Mayer und Comp.
  2. http://baukunstgeschichten.at/gotik/die-wiener-hofburgkapelle
  3. http://www.hofmusikkapelle.gv.at