Himmelpfortgasse 13

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Grund-Information
Himmelpfortgasse 13.jpg

Himmelpfortgasse 13

Aliasadressen =Himmelpfortgasse 13
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 952 | vor 1821: 1009 | vor 1795: 978
Baujahr um 1625 / Aufstockung 1724
Architekt unbekannt


Das ehem. Palais Erdödy-Fürstenberg - Architektur und Geschichte

Das Portal des Palais

Das Fürstenbergpalais wurde 1724 von einem unbekannten Architekten für den Grafen Erdödy erbaut. Erdödy hatte eine der weiblichen Nachkommen der Familie Rákózy geheiratet, die das alte Haus in die Ehe mitgebracht hatte. 1773 gelangte es in den Besitz von Joachim Egon Landgraf von Fürstenberg, der es 1825 umgestalten ließ.

1987 verkaufte die Familie Fürstenberg das Palais, das sich bis dahin im Familienbesitz befunden hatte. Heute wohnt hier Francesca Habsburg-Lothringen, die hier auch ihre Kunstsammlung untergebracht hat.

Das Palais ist äußerlich nicht sehr imposant, sehenswert ist nur das prächtige Portal mit dem darüber liegenden Balkon. Im Segmentgiebel über dem Balkon ist das Wappen der Grafen Erdödy angebracht.[1]

Vorgängerbauten

Erstmals wurde im Jahr 1400 ein Haus urkundlich auf dem Areal genannt. Es handelte sich dabei um ein - dem Schottenstift dienstbares - Gebäude.

Vorgängerpalais Aspremont

Das Haus, das nach dem Abriss des Klosters um 1625 erbaut worden war, war einige Zeit auch im Besitz von Feldmarschall Ferdinand Gobert, Graf von Aspremont-Linden-Reckheim. Das Gebäude hieß daher auch "Palais Aspremont".

Gedenktafel an Ferenc Rákóczi, den ungarischen Nationalheld

Im 17. Jahrhundert gehörte das Haus, das auf dem ehemaligen Grundstück des Himmelpfortklosters (Maria Porta Coeli) erbaut wurde, der Familie Rákózy. Das war der Grund, weshalb der ungarische Nationalheld Ferenc Rákóczi (1676-1735) in diesem Haus mehrfach abstieg, wenn er in Wien war. An ihn erinnert eine Gedenktafel, die am 9. März 1977 enthüllt wurde.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Ferenc Rákóczi GT.png Rákóczi, Ferenc Hier stand Ende des 17. Jahr-

hunderts das Palais Aspremont.
In diesem Gebäude verweilte
während seiner mehrmaligen
Wiener Aufenthalte in den
1690er Jahren
Fürst Ferenc Rákóczi II.,
der nachher an der Spitze des
ungarischen Freiheitskampfes
1703 - 1711 stand.

Der Nationalheld Rákóczi ist übrigens schuld am Linienwall (heute Gürtel), der 1704 (in Rekordzeit zwischen 16. März und 11. Juli) errichtet worden war: Während seines Freiheitskampfes für Ungarn kämpfte er zwischen 1703 und 1711 gegen das Haus Habsburg. Mit den Kuruzzen zog er bis vor Wien und erreichte später (1707) sogar die Absetzung von Joseph I. als König von Ungarn.



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Quellen

  1. Felix Czeike, Wiener Bezirksführer: I, Innere Stadt, Jugend und Volk, 2. Auflage, 1985, S. 70