Domgasse 10

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Grund-Information
Palais Fürstenberg2.jpg

Palais Fürstenberg

Aliasadressen =Domgasse 10, =Grünangergasse 4
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 843 | vor 1821: 893 | vor 1795: 879
Baujahr 1702-1720
Architekt Antonio Beduzzi, ev. auch Franz Anton Pilgram


„Österreichisches Buchgewerbehaus", Palais Hazenberg, später Palais Fürstenberg - Architektur und Geschichte

Das Palais Fürstenburg wurde im Stil von Johann Lukas von Hildebrandt von Antonio Beduzzi zwischen 1702 und 1720 erbaut.

Das Portal ist mit Windhundskulpturen geschmückt, im Treppenhaus stehen Statuen von Venus, Merkur, Minerva und Herkules. Der Stil der Statuen gleicht dem von Raphael Donner.

Im Eingang des Hauses befindet sich ein riesiger Kamin mit einem Reliefbildnis von Joseph II., den der Fürst hier anbringen ließ, damit seine auf ihn wartenden Gäste nicht frieren mussten.

Zahlreiche Besitzerwechsel

Mitte des 16. Jahrhunderts stand hier das Otto Weissische Stiftungshaus für geistliche Benefiziaten. 1702 kaufte es der kaiserliche Rat Ernst Freiherr von Hazenberg, der mit dem Bau begann ("Palais Hazenberg"). Bereits 1707 war es in Besitz der Grafen Sailer, ab 1723 – drei Jahre nach Fertigstellung des Palais – besaß es die Familie Kuefstein, ab 1792 schließlich die Freiherren von Störck.

Diese Familie ließ das Haus mehrfach umbauen, bis sie es 1873 an die Prinzessinnen Elisabeth und Amalia von Croy verkauften, die es 1882 an Friedrich Landgraf von Fürstenberg weitergaben. Der Graf ließ das Haus durch den Baumeister Ernst Krombholz renovieren ("Palais Fürstenberg").

1901 verkaufte es die Fürstenfamilie an einen Privatmann, 1920 besaß es die Aktiengesellschaft für internationalen Warenhandel, bis es 1927 in Eigentum des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels gelangte.  

Hauptverband des österreichischen Buchhandels

In dem Palais hat der Interessenverband, der Buchhandlungen, Verlage und Antiquariate seinen Sitz. Der Verband - damals noch unter dem Namen "Österreichisches Buchgewerbehaus", wurde im Oktober 1858 gegründet, nachdem der Antrag auf Gründung bereits 1845 abgelehnt worden war.

Im März 1938, nach dem Anschluss Österreichs, zog in das Haus die "Reichsschrifttumskammer" ein, der Verein wurde aufgelöst bzw. in die neue Kammer integriert. Bereits am 15.9.1945 zog der Verein wieder in das Haus ein, die erste provisorische Versammlung fand 10 Tage später statt.



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Quellen