Dorotheergasse 10

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Grund-Information
Wien Palais Dietrichstein an der Dorotheergasse.jpg

Dorotheergasse 10

Aliasadressen =Dorotheergasse 10
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1116 | vor 1821: 1182 | vor 1795: 1145
Baujahr 1683
Architekt unbekannt


Das Palais Dietrichstein - Architektur und Geschichte

Fassadenschmuck

Einst erstreckte sich das Barock-Palais, das von Sigmund Graf Dietrichstein errichtet worden war, bis in die Bräunerstraße 5. 1688 gelangte es in den Besitz von Hartmann Fürst Liechtenstein, der es seiner Witwe, Antonia Gräfin Dietrichstein vererbte.

Im 19. Jahrhundert war der Hofzuckerbäcker August Dehne Besitzer des Palais – Dehne war der Begründer des Demels.

Doblinger

1817 wurde der Musikverlag Doblinger gegründet, 1873 übersiedelte der Verlag in die Räume des Palais Dietrichstein.

Am 1.8.1876 übernahm Bernhard Herzmansky senior den Bereich des Antiquariats und der Musikalienhandlung und führte das Unternehmen unter dem Namen Doblingers zu großem Erfolg. Heute umfasst das Verlagsprogramm 15.000 Titel, der Bogen zieht sich von zeitgenössischer Musik, über die Doblinger-Johann-Strauß-Gesamtausgabe bis zu Chor- und Kirchenmusik.

Dennoch überraschend ist der Keller des Palais, in dem Doblinger die größte Notensammlung der Welt aufbewahrt. Hier lagern in zwei Stockwerken mit vier Meter hohen Tonnengewölben alle Werke, die seit 1876 im Doblinger-Verlag erschienen waren. Sie lagern in 140 Jahre alten Holzregalen, die mit Codes beschriftet sind und wohl nur von den Mitarbeitern der Musikalienhandlung Doblinger identifiziert werden können.

Wie viele anderen Keller wurde auch dieser im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzkeller verwendet, fluoreszierende Beschriftungen und Pfeile erinnern noch daran. [1]


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Quellen

  1. Bouchal/Lukacs, Geheimnisvolle Unterwelt von Wien, Pichler Verlag, 2011, S. 21 ff.