Bäckerstraße 16

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Grund-Information
Bäckerstraße 16.jpg

Bäckerstraße 16

Aliasadressen =Bäckerstraße 16
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 760 | vor 1821: 806 | vor 1795: 792
Baujahr Keller 13. Jhd., Umbau: 1525, 1712
Architekt unbekannt


Das Haus, Chronik eines Hauses - Architektur und Geschichte

Nummer 16 ist ein blaues Barockhaus (im Kern jedoch aus etwa 1230), das im Eingangsflur die Geschichte des Hauses auf einer Bronzeplatte als "Kleine Chronik dieses Hauses" verewigt hat:

  • 1000 - Hier stehen zwei frühmittelalterliche Giebelhäuser, deren Grundmauern noch heute das Haus tragen.
  • 1340 - Die "Vordere Peckenstraße" (heute Bäckerstraße) wird erstmals urkundlich erwähnt; der Straßenverlauf ist seither unverändert.
  • 1440 - Das Haus scheint urkundlich als Teil des Universitätsviertels auf.
  • 1679 - Die Pest fordert auch in diesem Haus zahlreiche Todesopfer.
  • 1683 - Während der 2. Türkenbelagerung muss das Schindeldach wegen Brandgefahr abgetragen werden.
  • 1712 - Das Gebäude erhält sein heutiges Aussehen im barocken Stil.
  • 1947 - Die Schäden aus dem 2. Weltkrieg werden behoben und das Haus ist im alten Stil wiederhergestellt.

Der Hofturm des Hauses wurde 1646 errichtet, 1712 wurden zwei Geschoße hinzugefügt. Der Dachstuhl ist noch barock erhalten, der Innenhof mit schmiedeeisernen Pawlatschen wurde modern überdacht.

In der Ecke des Innenhofs befindet sich der Abgang zum Keller – das Portal ist mit einem ähren- bzw. fischgrätenartigen Muster (Opus spicatum) umrahmt, es ist noch original aus dem 13. Jahrhundert.

Das Schmauswaberl

Ein Gasthaus, das sogenannte Surrogaten-Café, in dem Gebäude war unter den Studenten der nahegelegenen Universität sehr beliebt: das Schmauswaberl.

Die Wirtin, Barbara Roman, später deren Nichte, Barbara Esslinger, hatte das Recht von der kaiserlichen Hoftafel die überzähligen Lebensmittel und Speisen billig zu kaufen und das Essen günstig an die Studenten weiter zu geben.

Verband Alpiner Vereine Österreichs

Heute befindet sich in dem Haus die größte Indoor-Kletterhalle Wiens. Das Klettersport-Geschäft eröffnete einst der Alpinist und Sachbuchautor Hans Schwanda. Außerdem ist hier der Sitz des Dachverbandes Alpiner Vereine Österreichs. Er wurde 1948 gegründet und koordiniert die alpinen Vereine untereinander, erkämpft aber auch Vergünstigungen für Bergsteiger und Wanderer.



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