Johannesgasse 5/5A: Unterschied zwischen den Versionen

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== Das Haus - Architektur und Geschichte ==
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== Das Palais Questenberg-Kaunitz - Architektur und Geschichte ==
  
 
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ehemalige Hofkammer, Palais Questenberg-Kaunitz (heute Teil des BM für Finanzen)  
 
ehemalige Hofkammer, Palais Questenberg-Kaunitz (heute Teil des BM für Finanzen)  
  
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Hier befanden sich ursprünglich zwei Gebäude, die durch eine schmale Gasse voneinander getrennt waren. Diese Gasse ist noch auf dem Suttinger-Plan (1684) angedeutet und stellte in geknickter Linienführung die Verlängerung der Rauhensteingasse dar, durch die die Johannesgasse mit der Himmelpfortgasse verbunden wurde. In der Mitte gab es eine hofartige Verbreiterung. Der Durchgang bestand bis gegen Mitte des 18. Jahrhunderts.
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Haus A
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Die erste urkundliche Erwähnung dieses Objekts stammt aus dem Jahr 1379. Davor muss dieses Gebäude abgebrannt sein, da es als Brandstätte geführt wird, auf der nun ein neues Haus errichtet wurde. 1395 gehörte es "Meister Michael, Maurer von der Neuenstat" (Wiener Neustadt). Es handelt sich dabei um Michael Weinwurm, der nicht nur am Bau von Schloss Laxenburg beteiligt war, sondern auch den Erweiterungsbau der Kirche Maria am Gestade leitete und außerdem das Spinnerkreuz in Wiener Neustadt und die Wolfgangkirche in Kirchberg am Wechsel schuf. Ab 1441 stand es im Besitz von Jorg von Kuenring, der zum bedeutenden Geschlecht der Kuenringer gehörte und 1460 Landmarschall in Österreich war und von Kaiser Friedrich III. zum "obristen hauptmann des veldes" ernannt wurde. Wer das Gebäude nach ihm besaß, ist nicht bekannt, doch steht fest, dass hier ein Freihaus stand. Da Freihäuser nicht in den Grundbüchern verzeichnet wurden, gibt es bis zu den Hofquartierbüchern (siehe Hofquartierwesen) eine Lücke in der Besitzabfolge. Zwischen 1563 und 1566 stand das Gebäude im Besitz des Freiherren Georg Teufel, der später Hofkriegsratspräsident zu Wien wurde. Gegen Ende des Jahrhunderts gehörte es Reichshofrat Johann Adam Graf Questenberg.
  
 
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Version vom 4. Juni 2017, 08:14 Uhr

Grund-Information
Johannesgasse 5.jpg

Johannesgasse 5/5A

Aliasadressen =Johannesgasse 5/5A
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 971 | vor 1821: 1029, 1030 | vor 1795: 997, 998
Baujahr 1701
Architekt unbekannt


Das Palais Questenberg-Kaunitz - Architektur und Geschichte

Informationen folgen in Kürze [1]

ehemalige Hofkammer, Palais Questenberg-Kaunitz (heute Teil des BM für Finanzen)

Hier befanden sich ursprünglich zwei Gebäude, die durch eine schmale Gasse voneinander getrennt waren. Diese Gasse ist noch auf dem Suttinger-Plan (1684) angedeutet und stellte in geknickter Linienführung die Verlängerung der Rauhensteingasse dar, durch die die Johannesgasse mit der Himmelpfortgasse verbunden wurde. In der Mitte gab es eine hofartige Verbreiterung. Der Durchgang bestand bis gegen Mitte des 18. Jahrhunderts.

Haus A

Die erste urkundliche Erwähnung dieses Objekts stammt aus dem Jahr 1379. Davor muss dieses Gebäude abgebrannt sein, da es als Brandstätte geführt wird, auf der nun ein neues Haus errichtet wurde. 1395 gehörte es "Meister Michael, Maurer von der Neuenstat" (Wiener Neustadt). Es handelt sich dabei um Michael Weinwurm, der nicht nur am Bau von Schloss Laxenburg beteiligt war, sondern auch den Erweiterungsbau der Kirche Maria am Gestade leitete und außerdem das Spinnerkreuz in Wiener Neustadt und die Wolfgangkirche in Kirchberg am Wechsel schuf. Ab 1441 stand es im Besitz von Jorg von Kuenring, der zum bedeutenden Geschlecht der Kuenringer gehörte und 1460 Landmarschall in Österreich war und von Kaiser Friedrich III. zum "obristen hauptmann des veldes" ernannt wurde. Wer das Gebäude nach ihm besaß, ist nicht bekannt, doch steht fest, dass hier ein Freihaus stand. Da Freihäuser nicht in den Grundbüchern verzeichnet wurden, gibt es bis zu den Hofquartierbüchern (siehe Hofquartierwesen) eine Lücke in der Besitzabfolge. Zwischen 1563 und 1566 stand das Gebäude im Besitz des Freiherren Georg Teufel, der später Hofkriegsratspräsident zu Wien wurde. Gegen Ende des Jahrhunderts gehörte es Reichshofrat Johann Adam Graf Questenberg.


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Quellen

  1. xxx