Krugerstraße 8

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Grund-Information
Krugerstraße 8.jpg

Krugerstraße 8

Aliasadressen =Krugerstraße 8
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1014 | vor 1821: 1076 | vor 1795: 1048
Baujahr 1900-1901
Architekt Wilhelm Stiassny


Das Haus "Zum goldenen Rössl", Gedächtnisstiftungshaus Marie-Therese Wittke - Architektur und Geschichte

Das heutige Haus entstand in den Jahren 1900/1901 nach Plänen von Wilhelm Stiassny, der auch dessen Besitzer war und hier wohnte. Durch Veränderung der Baulinie verringerte sich die Grundfläche auf 332 Quadratmeter. 1944 wurde es der Reichsfinanzverwaltung des Deutschen Reiches einverleibt und am 25. Oktober 1948 der früheren Eigentümerin zurückgegeben.

Am Haus befindet sich eine Gedenktafel für Johann Gabriel Seidl, der hier geboren wurde. Darunter wurde eine weitere Tafel angebracht, die daran erinnert, dass Wilhelm Stiassny zwischen 1901 und 1910 hier wohnte. Im Haus ist das Café Krugerhof untergebracht.

Vorgängerhaus

Im Jahr 1373 wird erstmals ein Gebäude auf diesem Grundstück urkundlich genannt. Als seine Besitzer in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ohne Erben starben, kam das Objekt in den Besitz der Stadt, die es aber bald wieder abstieß. Für das frühe 18. Jahrhundert ist der Schildname "Zum goldenen Rössel" bekannt. Im Jahr 1839 wurde ein vier Stockwerke hoher Neubau auf einer Grundfläche von 431 Quadratmetern errichtet.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Gedenktafel und Geburtshaus des Schriftstellers Johann Gabriel Seidl und des Architekten Wilhelm Stiassny

Johann Gabriel Seidl (* 21. Juni 1804, ebenhier, † 18. Juli 1875, Wien 9) schrieb unter dem Pseudonym "Meta Communis" oder auch "Emil Ledie". Der gelernte Jurist verfasste zahlreiche Texte, die von Schubert, Schumann und Loewe vertont wurden. Sein Volksmärchen "Der kurze Mantel" wurde im Theater an der Wien uraufgeführt. Zu seinen bekanntesten Texten gehört die österreichische Volkshymne "Gott erhalte", die von Joseph Haydn vertont wurde.

Nach ihm ist die Seidlgasse im 3. Bezirk benannt.

Nachdem Wilhelm Stiassny das Haus erbaut hatte, wohnte er selbst bis zu seinem Tod auch darin. Stiassny starb am 11.7.1910 während eines Kuraufenthaltes in Bad Ischl.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Seidl GT.jpg Seidl, Johann Gabriel Des Dichters

Joh. Gab. Seidl
Geburtsstätte
(21. Juni 1804)

Stiassny GT.jpg Stiassny, Wilhelm In diesem Hause wohnte und wirkte

Baurat Wilhelm Stiassny
1901 - 1910

Wohn- und Sterbehaus des Malers Antonio Daniele Conte Bertoli

Antonio Daniele Conte Bertoli (* 12. Juni 1677 San Daniele di Friuli, Italien, † 27. Dezember 1743 Stadt 1048, ebenhier) war Maler. 1707 kam er, nach seinem Studium in Venedig nach Wien, wo er bis 1743 am Hof beschäftigt war. Unter anderem unterrichtete er als Zeichenlehrer Maria Theresia. Für das Theater Bertoli als Kostümmaler (circa 300 Kostümfigurinen) und Maskenentwerfer.

Wohn- und Sterbehaus des Satirikers Johann Rautenstrauch

Auch der Schriftsteller und k. k. Hofagent Johann Rautenstrauch (Pseudonym Arnold, Ehrlich, Ritterheim, Rathsamhausen, Salzmann, * 10. Jänner 1746 Erlangen, † 8. Jänner 1801, ebenhier) wohnte und Starb in dem Haus. Der Direktor der Universitätbibliothek verfasste zahlreiche Schriften, gab die "Real-Zeitung" heraus und schrieb eine Biographie über Maria Theresia.

Wohnhaus des Bergsteigers Guido Mayer

Ein weiterer bekannter Bewohner des Hauses war der Bergsteiger Guido Mayer (* 26. Februar 1891 Wien (Kaltenleutgeben?), † 1945 (?) vermutlich im ehemaligen Jugoslawien). Der Fabrikant, er leitete nach Kriegsende in Wien das Werk "King-Rasierseife", war ein guter Kletterer und Erstbesteiger.



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Quellen