Das erste Kaffeehaus und Kolschitzkys Kipferl

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Um Kolschitzky ranken sich einige Legenden, er soll der Erfinder des Kaffeehauses gewesen sein und der Melange.

Die Legende ums erste Kaffeehaus und Kipferl von Kolschitzky Relevante Orte: [Domgasse 8]]
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Als die Truppen von Großwesir Kara Mustafa im Jahr 1683 die Wienerstadt belagerten, schlug seine große Stunde als Kundschafter: Kolschitzky wagte sich, als Türke verkleidet, durch die Linien der Belagerer und kehrte mit der Meldung zurück, dass sich das Entsatzheer bald in Marsch setzen werde. Auf diese Weise schafften es die Wiener, die Truppen zu überraschen, die fluchtartig Wien verlassen haben.

Als Belohnung für seine Dienste um die Verteidigung der Stadt hat sich Kolschitzky von den Türken zurückgelassene Kaffeesäcke (sonderbare grüne Bohnen) schenken lassen. Und als Draufgabe noch ein Haus, den "Hof zur Blauen Flasche" im ehemaligen Schlossergassl – heute Domgasse. Dieser Kolschitzky hat die grünen Bohnen geröstet, gemahlen, mit Wasser aufgekocht und das schwarze, heiße Getränk ausgeschenkt: zuerst nur mit mäßigem Erfolg. Erst als der clevere Kolschitzky auf die Idee kam, seinen "Kahve" zu zuckern und mit Milch zu strecken, waren die Wiener zufrieden. Das neue Getränk, die "Melange", wurde ein Hit. Und das Wiener Kaffeehaus war geboren.

Kolschitzky soll auch das berühmte Kipferl erfunden haben, sozusagen als Rache an den Türken. Denn das halbrunde Kipferl war nichts anders als eine süße Erinnerung an den türkischen Halbmond, der in Wien anno 1683 untergegangen war – und den die Wiener nun genüsslich zwischen den Zähnen zermalmten.



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Quellen