Naturkatastrophen und Epidemien

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THEMA: NATURKATASTROPHEN UND EPIDEMIEN was ist hier zu finden
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Wien war vor allem im Mittelalter von Katastrophen geschüttelt. Überschwemmungen und Brände waren so häufig, dass sie hier nicht erwähnt werden. Eine Auswahl davon, die zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert dazu geführt hatte, dass Wien zu einer unsicheren Stadt wurde (Überfälle am Tag, Verschuldung der Bürger) findet sich hier.


Die Pestepidemie 1541

Im 16. Jahrhundert war Wien besonders geplagt. Erst belagerten die Türken die Stadt, danach starben die Einwohner an der Pest.

Mathias Fuhrmann beschreibt diese Pestepidemie so:

"Obschon in Wien die Furcht wegen des Türken zu vergehen anfing, weil Solimannus sich allein nur in Hungarn herum tummelte, und Ofen einnahm, so kam doch ein anderes Übel Anno 1541 über Wien und Österreich, nämlich ein(e) allergrausamste Pestilenz, welche gleichwie in ganz Österreich, also auch in der Stadt Wien, den dritten Teil der Einwohner hingerissen. Sie machte den Anfang im Monat Juni und dauerte hinaus bis Lichtmess 1542, welcher wehrender ganzer Zeit die Schulen auf hiesiger Universität versperrt gewesen." [1]

Katastrophen im Mittelalter

Vom 12. bis ins 15. Jahrhundert finden sich in Wien folgende Katastrophen:

Katastrophe Jahr
Epidemie 1187
Mißernte 1194
Mißernte 1195
Epidemie 1195
Mißernte 1196
Epidemie 1196
Mißernte 1197
Epidemie 1197
Erdbeben 1267
Epidemie 1270
Epidemie 1285
Mißernte 1302
Mißernte 1304
Mißernte 1310
Mißernte 1311
Mißernte 1312
Mißernte 1317
Mißernte 1338
Heuschreckenplage 1338
Mißernte 1343
Erdbeben 1348
Erdbeben 1356
Epidemie 1359
Epidemie 1370
Mißernte 1392
Epidemie 1399
Pest 1399
Epidemie 1400
Epidemie 1410
Epidemie 1411
Epidemie 1419
Epidemie 1425
Epidemie 1428
Hungersnot 1459
Hungersnot 1473
Heuschreckenplage 1473
Hungersnot 1486



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Quellen

  1. Mathias Fuhrmann, Walter Obermaier: Alt- und Neues Wien, Band 2, Promedia Druck- und Verlagsgesellschaft, 1739, Wien. S. 789