Kategorie:1. Bezirk - Friedhöfe

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THEMA: FRIEDHÖFE - im 1. Bezirk was ist hier zu finden
Stephansfreithof.jpg
Heute gibt es in der Innenstadt keine sichtbaren Friedhofe mehr, zu besichtigen sind dafür eine ganze Reihe an Grüften und Katakomben.

Doch einst, als das "Alte Wien" noch von einer Mauer umgeben war, fanden sich hier zahlreiche Totenplätze - auf vielen davon gehen wir heute spazieren. Vor allem rund um Kirchen nutzte man die Kirchenhöfe als Begräbnisstätte. Der einzige "nicht-konfessionelle" Friedhof war der des Bürgerspitals, alle anderen unterstanden der Kirche. Natürlich konnten sich die Pfarren die Bestattungen aussuchen und dafür Geld verlangen - ausgeschlossen wurden Selbstmörder.

Da innerhalb der Stadtmauern der Platz beengt war, grub man die Toten nach etwa 10 Jahren aus und schaffte die sterblichen Überreste in ein Beinhaus (auch: "Ossuarium" oder "carnarium" für Karner).

Im 18. Jahrhundert ging man - aus eben diesen Platzgründen, aber auch aus hygienischen Vorteilen - dazu über, die Friedhöfe aus der Stadt zu verbannen. 1732 untersagte man erstmals eine Bestattung in der Stadt. Auch der Freithof zu St. Stephan fiel unter diese Regelung, die Toten wurden nun in die Alser Vorstadt und nach St. Marx gebracht.


Die Innenstadt der Toten

Derzeit sind hier 9 aufgelassene Friedhöfe erfasst:

Friedhöfe Anmerkung
Friedhof bei der Ruprechtskirche Der älteste Friedhof befindet sich um die Ruprechtskirche, er wurde bereits im 8. Jahrhundert n. Chr. angelegt. Er befand sich etwa dort, wo heute die Seitenstettengasse verläuft und wurde schon im 15. Jahrhundert aufgelassen.
Friedhof zu St. Peter Der Friedhof lag am heutigen Petersplatz, er wurde bereits 1072 erstmals erwähnt und bis 1783 genutzt.
Stephansfreithof Der große Friedhof rund um die Stephanskirche wurde 1170 eröffnet.
Michaelerfreithof Der große Friedhof rund um die Michaelerkirche wurde zwischen 1221 und 1660 genutzt, später legte die Pfarre ihre Toten nach Mariahilf.
Minoriten-Friedhof Der Friedhof der Minderen Brüder lag ab dem 13. Jahrhundert an der nordöstlichen Seite der Minoritenkirche und wurde, gemeinsam mit dem Kloster, 1793 aufgelassen.
Friedhof um die Augustinerkirche Westlich der Kirche lag dieser Friedhof, er wurde schon 1460 aufgelassen.
Im Vogelsang Beim Schottentor lag ab dem 16. Jahrhundert ein kleiner Friedhof - etwa dort, wo heute Haus Freyung 7 zu finden ist. Er wurde 1751 aufgelassen.
Jakoberfriedhof Der Jakoberfriedhof gehörte seit 1256 zum Nonnenkloster St. Jakob An der Hülben. Er wurde gleichzeitig wie das Kloster und die Kirche 1783 aufgelassen.
Friedhof Am Hof Rund um die Kirche Am Hof, etwa im Bereich des heutigen Schulhofes wurden ebenfalls Bestattungen vollzogen.

Privatgrabstätten im Ersten Bezirk

Trotz dem innerstädtischen Begräbnisverbot hielten sich einige Wiener private Grabstätten, manche sogar bis heute:

  • Augustinerkirche: Marianische Kongregation der Kaufleute in Wien. Pfarrkirche St. Augustin, Gruft unter dem Kirchenschiff.
  • Augustinerkirche: Konvent der Augustiner-Eremiten. Pfarrkirche St. Augustin, Gruft unterhalb der Loretokapelle.
  • Altkatholische Kirche, Salvatorgasse 1, Grab des Bischofs.
  • Kapuzinergruft der Habsburger.
  • Herzogsgruft in den Katakomben des Stephansdoms
  • Gruft der Wiener Erzbischöfe, Stephansdom
  • Domherrengruft, Stephansdom
  • Jesuitenkirche, Jesuitenkollegium.
  • Redemptoristenkollegium, Maria am Gestade.
  • Ursulinenkloster, Johannesgasse.
  • Deutscher Orden, Singerstraße.
  • Dominikanerkloster, Postgasse 4.
  • Schottenkloster, Freyung.
  • Franziskanerkloster.
  • Freyung 4 - Privatmausoleum der Familie Wlaschek



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