Kategorie:1. Bezirk - Ausgrabungen: Unterschied zwischen den Versionen

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| In der Schulerstraße kamen im Juli 1887, anlässlich einer Röhrenlegung in Richtung Erzbischöfliches Palais, Stücke von Ziegeln und Leistenziegeln zum Vorschein. Bei Haus Nr. 4 wurde ein römischer Keramikkrug gefunden.  
 
| In der Schulerstraße kamen im Juli 1887, anlässlich einer Röhrenlegung in Richtung Erzbischöfliches Palais, Stücke von Ziegeln und Leistenziegeln zum Vorschein. Bei Haus Nr. 4 wurde ein römischer Keramikkrug gefunden.  
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Version vom 30. September 2018, 10:28 Uhr

Adresse Ausgrabungscode zeitliche Lagerung Beschreibung der Fundstücke
Wollzeile 2 201808 römisch Gräberfeld
Stephansplatz 7 188802 römisch Im Jahr 1888 wurde der Grabstein des P. Titius Finitus neu entdeckt: Im Mittelalter offensichtlich beim Bau des Erzbischöflichen Palais gefunden, vom 15. Jh. an in der Mauer der Messnerwohnung eingemauert, war er seit den 70er-Jahren des 18. Jh. verschollen.
Rotenturmstraße 2 193708 Neuzeit Im Jahr 1937 wurde bei Kanalarbeiten ein neuzeitliches Kellergewölbe aufgedeckt.
Stephansplatz 7 201605 römisch Im Zuge der neuen Pflasterung des Platzes und angrenzender Straßenmündungsbereiche wurden auch die Einbauten modernisiert. Die regelmäßige Kontrolle der Aufgrabungen erbrachte folgende Befunde: Unter dem rund 1 m starken Platzaufbau fanden sich etwa an der Nordwest-Ecke des Stephansplatzes römerzeitliche Pfostenlöcher und Gruben sowie im Bereich zwischen Nr. 8 und 8A eine Fundamentmauer, die wohl dem 1560 errichteten und 1874 endgültig abgerissenen Bauernfeindschen Haus zugeordnet werden kann. An der Nordseite des Platzes, vor Nr. 7, wurden ein Teilskelett und mehrere dislozierte Menschenknochen unbekannter Zeitstellung dokumentiert.
Stephansplatz 7 201322 Mittelalter/Neuzeit Zwei Räume im Erdgeschoß des erzbischöflichen Palais konnten bauarchäologisch untersucht werden. Spätmittelalterliches Burchsteinmauerwerk mit wenigen Ziegeln wurde an einer Stelle gefunden. Der Großteil des heute sichtbaren Mauerwerks geht auf die Frühe Neuzeit zurück und ist spätestens im 2. Viertel des 17. Jahrhunderts entstanden.
Stephansplatz 7 200915 römisch/Mittelalter/Neuzeit Fünf Bohrlöcher im Bereich des Stephansplatzes nördlich des Domes zeigten erwartungsgemäß folgende Schichtabfolge: Unter der neuzeitlichen Oberflächenbefestigung und Störungen befindet sich ein sehr dicht belegter mittelalterlicher Friedhof, gefolgt von der sog. Schwarzen Schicht und römerzeitlichen Planierschichten. Bei einer Sondage im Kellergeschoss der Bauhütte konnten in der untersten Fundamentlage des Nordturms mindestens zwei Grabplatten mit gotischen Minuskel, die in das 14. und 15. Jahrhundert datieren, freigelegt werden.
Wollzeile 1 und 2 187408 römisch Im Jahr 1874 wurden beim Bau der Hochquellenwasserleitung drei quer über die Wollzeile streichende Mauern gefunden, weiters ein überwölbter Kanal mit hölzerner Sohle.
Schulerstraße 1-3 189733 römisch Im Jahr 1897 wurden römische Ziegelreste, u.a. der 14. Legion, gefunden. Vor dem Haus Nr. 2 fand man die Substruktion einer Straße aus 25 cm hohen Bruchsteinen. Sie wurde quer über die Straße 2 m weit verfolgt.
Wollzeile 7 197106 römisch Im Jahr 1971 wurden beim Neubau des Hauses ungestörte, römerzeitliche Ablagerungsschichten mit zahlreicher Keramik, mit Glas und Verputzresten gefunden.
Strobelgasse 2 193919 Neuzeit Beim Kanalbau im Jahr 1939 wurden neuzeitliche Keramik, Tierknochen und ein Flaschenhals aus Glas gefunden.
Abraham-A-Santa-Clara-Gasse 1 200706 römisch Durch den Bau des Tiefenspeichers im Innenhof des Palais Liechtenstein ergab sich die Möglichkeit einer stadtarchäologischen Grabung. Dabei wurden sowohl römische Reste, Teile mittelalterlicher Siedlungen und ein frühneuzeitliches Steinhaus mit Latrine und Abfallgrube gefunden.
Bankgasse 5-7 189828 römisch Im Jahr 1898 wurde beim Gasleitungsbau im Bereich der Herrengasse eine große Menge von Ziegelstücken ohne Stempel und Sigillatascherben gefunden. Zwischen Bankgasse 5 und 6 wurden an verschiedenen Stellen Schichten von weißer und gelber Asche aufgedeckt, die Ziegel, Amphoren, eine Bronzefigur des Jupiter und eine Bronzefigur eines Löwen enthielten.
Riemergasse 1-3 190616 römisch 1906 fand man bei Erdaushebungen für den Neubau des neuen Justizgebäudes im zugeführten Schutt eine römische Münze des Kaisers Philippus I. und zwei unkenntliche Mittelbronzen.
Riemergasse 11 191060 römisch 1910 fand man bei Kanalbauarbeiten einen Denar des Severus Alexander und ein Antoninian. Möglicherweise wurden die Münzen gemeinsam mit Schutt von einer anderen Stelle hier her gebracht.
Stubenring 1 191002 römisch Im Jahr 1910 fand man beim Ausheben der Fundamente für den Neubau des Kriegsministeriums römische Münzen und Terra Sigillata. Es könnte sich um die Reste von Gräbern handeln.
Schallautzerstraße 6 189914 römisch Im Jahr 1899 wurde bei Regulierungsarbeiten der Wienflusses, auf Höhe der Schallautzerstraße 6, ein Straßenunterbelag gefunden, sowie ein Altar, eine Münze und ein menschliches Skelett.
Akademiestraße 12 196601 römisch Im Jahr 1966 wurde bei der Anlegung eines Bohrloches bei der Handelsakademie eine 5 bis 6 m hohe und 1 m breite Mauer (vielleicht römisch) angeschnitten. Sie bestand aus Bruchsteinen, der unterste Teil zeigte eine Einfassung aus Quadern.
Akademiestraße 12 186201 römisch Beim Bau der Handelsakademie stieß man auf einen römischen Grabstein mit Inschrift.
Akademiestraße 12 197705 Neuzeit Durch Grabungen für den Bau der U-Bahn wurden Tierknochen und neuzeitliche Keramik gefunden.
Akademiestraße 12 189804 römisch Im Zuge von Arbeiten im Erdreich wurden 1989 Fragmente von Grabädikulen, Mauern und Brunnen, sowie römische Münzen gefunden.
Akademiestraße 9 300084 Mittelalter/Neuzeit Das Areal zwischen Goethegasse und Palais Coburg bzw. zwischen Wienfluss und Stadtmauer gehörte einst zum Bürgerspital vor dem Kärntner Tor. 1260 gegründet, wurde es 1528/29 aufgelassen und teilweise niedergerissen. Es umfasste ein Spitalsgebäude, umfangreiche Wirtschaftsgebäude sowie die Kolomanskirche mit Friedhof.
Jordangasse 2 190801 römisch Im Jahr 1908 stieß man beim Einlegen von Wasserleitungsröhren vor der Front des k. k. Ministeriums für Inneres auf römische Baureste.
Jordangasse 2 199905 Mittelalter/Neuzeit Im Jahr 1999 wurden bei einer Künettengrabung mittelalterliche Keller angeschnitten
Am Gestade 2-4 190101 römisch Als 1901 die ehemals hier stehenden Häuser abgerissen wurden, fand man zwei jeweils 2 Meter starke Mörtelmauern, in welchen die Überreste eines Zwischenturmes der römischen Lagermauer vermutet wurden.
Salzgries 23 190126 Mittelalter Beim Aushub für den Neubau fand man 1901 mittelalterliche Fundamente eines Gebäudes
Am Gestade 2-4 195504 römisch Im Jahr 1955 wurden im Zuge von Bauarbeiten mittelalterliche und frühneuzeitliche Fragmente von Keramiken und Glas aus einem Brunnen geborgen.
Spiegelgasse 21 190112 römisch Gegen den Garten des Kapuzinerklosters fand man eine Mauerecke, die bis zu 1,20 m hoch war. Auf festgestampftem Kiesboden lagen durcheinandergeworfene Skelettteile. Unter den alten Kellern des Hauses kamen drei in einer Reihe angeordnete Gruben mit zahlreichem Fundmaterial wie Keramik und Knochen zu Tage.
Grünangergasse 8 201012 Mittelalter/Neuzeit Die geplante Generalsanierung des Gebäudes Grünangergasse 8 führte zu einer Bauuntersuchung in beiden Kellergeschoßen und zu einer Begehung der Erd- und Obergeschoßräume sowie später zu einer Untersuchung des Gartenbereichs. Die ältesten Mauerteile konnten im 1. Kellergeschoß in Form von Resten mittelalterlichen Fundamentmauerwerks befundet werden. Später erfolgte ein renaissancezeitlicher Ausbau des Bäckerhauses. Im 17. Jahrhundert wurde die Kelleranlage in zwei Phasen mächtig erweitert. 1705 bis 1707 wurde das Haus umgebaut, wobei bei den nötigen Fundamentierungsarbeiten das rückwärts anschließende Gebäude einstürzte und in der Folge neu errichtet wurde. Es entstand das hochbarocke Haus.
Grünangergasse 12 193023 römisch 1930 wurde bei Kanalbauarbeiten ein Ziegelbruchstück mit Stempel der 14. Legion gefunden
Grünangergasse 12 196009 Mittelalter 1960 fanden verschiedene Umbauarbeiten im Bereich der Sackgasse statt, dabei fand man mittelalterliche Fragmente wie Keramik.
Kärntner Straße 1-3 197405 römisch 1974 wurden bei Kanalbauarbeiten Architekturteile römischer Gebäude gefunden
Singerstraße 4 193621 Neuzeit Als das Gebäude 1936 abgerissen wurde, fand man in den Grundmauern ein Gefäß, das 1580 dort eingemauert worden war.
Stephansplatz 3/3A und 4 199712 Mittelalter/Neuzeit 1997 wurden Forschungsgrabungen hier durchgeführt. Man fand dabei mittelalterliche Ziegel- und Steinmauern sowie eine Steinpflasterung im Hof des Churhauses (Stephansplatz 4).
Singerstraße 5, 3 und 1 189751 römisch Bei einer Grabung entlang der Häuser 1, 3 und 5 fanden sich - vor allem geballt im Bereich Haus 5 - römische Ziegelstücke.
Griechengasse 3, Rotenturmstraße 187402 römisch 1874 wurde die Hochquellenwasserleitung errichtet. Am Ausgang der ehemaligen Adlergasse in die Rotenturmstraße bis zum Laurenzerberg, stieß man bei den Arbeiten auf eine römische Mauer, die an ihren Endpunkten aus großen Steinblöcken bestand
Liliengasse 2 188306 römisch Im Juni 1883 drohte das Vorgängerhaus einzubrechen, man stützte es daher ab. In der ein Meter tiefen Grube, die man dafür aushob, fand man eine große Anzahl an Bruchstücken von römischen Leisten- und Hohlziegeln
Singerstraße 8-10 191108 römisch Als das bereits baufällige Haus abgerissen und das Neue im Jahr 1911 erbaut wurde, stieß man auf einen Brunnen sowie römische Mauern und Gruben. Dabei wurden zahlreiche Funde, wie Keramiken, Amphoren, Glas, Lampen und Münzen geborgen.
Blutgasse 5, 7 und 9 200219 Mittelalter, Neuzeit 2002 wurden hier Forschungsgrabungen bewilligt. Es konnte bewiesen werden, dass der Fähnrichshof in fünf Bauphasen entstand, die Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen hatten und erst 1743 beendet waren.
Singerstraße 10 191213 römisch 1912 wurden beim Bau des Hauses römisches Mauerwerk und ein Brunnen sowie zahlreiche Fundstücke (Keramik, Münzen, Glasflaschen, Metallbeschläge) zu Tage gefördert.
Franz-Josefs-Kai 191001 römisch Im Rahmen von Grabungsarbeiten zur Telefonkabelverlegung fand man Keramikfunde, Katzenkopfpflaster und römerzeitliche Dachziegel (Stempel der 10. Legion)
Schwedenplatz 3-4 196011 Neuzeit 1960 wurde bei Erdarbeiten am Schwedenplatz ein hölzerner neuzeitlicher Brunnenrand aufgefunden.
Schwedenplatz 3-4 189509 römisch Im Winter von 1895/1896 ist man nahezu in der Mitte des Hauses auf eine gewaltige Mauer aus Bruchsteinen in der Stärke von 2,30 m gestoßen, die eine Ecke bildet. Der eine Teil lief in Richtung des Laurenzerberges, der andere senkrecht darauf in Richtung gegen den Auwinkel.
Salzgries 2 186305 Neuzeit Auf dem Graf Wickenburgschen Baugrund stieß man bei der Aushebung der Fundamente in einer Tiefe von nahezu 5 Klaftern (9,5 m) auf Holzpiloten, die als Fundamente der Stadtbefestigung dienten. Außerdem stieß man bei den Erdaushebungen zum Bau des Kanals am Salzgries in einer Tiefe von 4 Fuß (1,3 m) auf ein Steinpflaster. Nächst dem Quaitheater traf man auf die Grundmauern der dort befindlich gewesenen Bastion.
Am Gestade 2-4 190101 römisch Als 1901 die ehemals hier stehenden Häuser abgerissen wurden, fand man zwei jeweils 2 Meter starke Mörtelmauern, in welchen die Überreste eines Zwischenturmes der römischen Lagermauer vermutet wurden.
Salzgries 23 190126 Mittelalter Beim Aushub für den Neubau fand man 1901 mittelalterliche Fundamente eines Gebäudes
Am Gestade 2-4 195504 römisch Im Jahr 1955 wurden im Zuge von Bauarbeiten mittelalterliche und frühneuzeitliche Fragmente von Keramiken und Glas aus einem Brunnen geborgen.
Dominikanerbastei 1-3 184707 Mittelalter Abriss des Kavaliers der Dominikanerbastion, keine Fundstücke dokumentiert
Postgasse 4A 200530 Mittelalter/Neuzeit Aufgrund eines Wasserschadens im Kreuzgang der Dominikanerkirche wurde in der südlichen Seitenkapelle ein Graben angelegt. Nach dem Reinigen der bereits abgetieften Fläche zeigte sich stellenweise eine sehr komplexe mittelalterliche Stratigraphie; zudem war auf den teilweise abgeschlagenen Wänden der Kapelle deren Mauerwerksstruktur erkennbar.
Postgasse 4 200715 Mittelalter/Neuzeit Die Sanierung der Westfassade des Dominikanerkonvents führte im September 2007 zu einer Bauuntersuchung. Es wurden drei mittelalterliche Bauphasen dokumentiert. Im mittleren 17. Jahrhundert bekam das Gebäude sein heutiges Aussehen.
Sonnenfelsgasse 15 200212 Mittelalter/Neuzeit Bauhistorische Untersuchungen im Oktober 2002 zeigten, dass das Hauptportal des vierflügeligen Gebäudes aus der ersten Ausbauphase aus dem dritten Viertel des 16. Jh. stammt und Teile der Kelleranlage dem 16. bzw. 17. Jahrhundert und auch frühen 18. Jahrhundert zugeordnet werden können. Im Nordosten der Parzelle stammen Teile des Kellers aus dem Mittelalter.
Sonnenfelsgasse 15 201417 Neuzeit Im Zuge von geplanten Umbauten erfolgten fünf Sondagen im Keller des Hauses. Hier konnte festgestellt werden, dass der Osttrakt des Hauses tiefer fundamentiert war. Bautechnisch interessant ist das Aufbringen einer Lehmpackung über dem gewachsenen Boden, wohl um ein Aufsteigen der Bodenfeuchtigkeit zu verhindern.
Drahtgasse 3 199801 römisch/Mittelalter Im Jahr 1998 wurden beim Einbau eines Aufzugschachts ein mittelalterlicher Estrichboden und ein römerzeitlicher Lehmboden aufgedeckt. Außerdem wurde römische und mittelalterliche Keramik geborgen.
Drahtgasse 3 200002 Mittelalter/Neuzeit Im Baubestand wurden mehrere spätmittelalterlicher Kellerräume verschiedener Gebäude mit Umbauphasen in der ersten Hälfte des 17. und im ersten Drittel des 18. Jh. festgestellt.
Schulerstraße 4 186208 römisch (?) Beim Neubau des Hauses wurde im dritten Kellergeschoß ein Krug aus "Schwarzton" gefunden.
Schulerstraße 4 188703 römisch In der Schulerstraße kamen im Juli 1887, anlässlich einer Röhrenlegung in Richtung Erzbischöfliches Palais, Stücke von Ziegeln und Leistenziegeln zum Vorschein. Bei Haus Nr. 4 wurde ein römischer Keramikkrug gefunden.
Schulerstraße 2 189733 römisch Im Jahr 1897 wurden römische Ziegelreste, u. a. der 14. Legion, gefunden. Vor dem Haus Nr. 2 fand man die Substruktion einer Straße aus 25 cm hohen Bruchsteinen. Sie wurde quer über die Straße 2 Meter weit verfolgt.

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