Kategorie:1. Bezirk - Ausgrabungen: Unterschied zwischen den Versionen

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| Die geplante Generalsanierung des Gebäudes Grünangergasse 8 führte zu einer Bauuntersuchung in beiden Kellergeschoßen und zu einer Begehung der Erd- und Obergeschoßräume sowie später zu einer Untersuchung des Gartenbereichs. Die ältesten Mauerteile konnten im 1. Kellergeschoß in Form von Resten mittelalterlichen Fundamentmauerwerks befundet werden. Später erfolgte ein renaissancezeitlicher Ausbau des Bäckerhauses. Im 17. Jahrhundert wurde die Kelleranlage in zwei Phasen mächtig erweitert. 1705 bis 1707 wurde das Haus umgebaut, wobei bei den nötigen Fundamentierungsarbeiten das rückwärts anschließende Gebäude einstürzte und in der Folge neu errichtet wurde. Es entstand das hochbarocke Haus.
 
| Die geplante Generalsanierung des Gebäudes Grünangergasse 8 führte zu einer Bauuntersuchung in beiden Kellergeschoßen und zu einer Begehung der Erd- und Obergeschoßräume sowie später zu einer Untersuchung des Gartenbereichs. Die ältesten Mauerteile konnten im 1. Kellergeschoß in Form von Resten mittelalterlichen Fundamentmauerwerks befundet werden. Später erfolgte ein renaissancezeitlicher Ausbau des Bäckerhauses. Im 17. Jahrhundert wurde die Kelleranlage in zwei Phasen mächtig erweitert. 1705 bis 1707 wurde das Haus umgebaut, wobei bei den nötigen Fundamentierungsarbeiten das rückwärts anschließende Gebäude einstürzte und in der Folge neu errichtet wurde. Es entstand das hochbarocke Haus.
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Version vom 8. Juli 2018, 08:25 Uhr

Adresse Ausgrabungscode zeitliche Lagerung Beschreibung der Fundstücke
Wollzeile 2 201808 römisch Gräberfeld
Stephansplatz 7 188802 römisch Im Jahr 1888 wurde der Grabstein des P. Titius Finitus neu entdeckt: Im Mittelalter offensichtlich beim Bau des Erzbischöflichen Palais gefunden, vom 15. Jh. an in der Mauer der Messnerwohnung eingemauert, war er seit den 70er-Jahren des 18. Jh. verschollen.
Rotenturmstraße 2 193708 Neuzeit Im Jahr 1937 wurde bei Kanalarbeiten ein neuzeitliches Kellergewölbe aufgedeckt.
Stephansplatz 7 201605 römisch Im Zuge der neuen Pflasterung des Platzes und angrenzender Straßenmündungsbereiche wurden auch die Einbauten modernisiert. Die regelmäßige Kontrolle der Aufgrabungen erbrachte folgende Befunde: Unter dem rund 1 m starken Platzaufbau fanden sich etwa an der Nordwest-Ecke des Stephansplatzes römerzeitliche Pfostenlöcher und Gruben sowie im Bereich zwischen Nr. 8 und 8A eine Fundamentmauer, die wohl dem 1560 errichteten und 1874 endgültig abgerissenen Bauernfeindschen Haus zugeordnet werden kann. An der Nordseite des Platzes, vor Nr. 7, wurden ein Teilskelett und mehrere dislozierte Menschenknochen unbekannter Zeitstellung dokumentiert.
Stephansplatz 7 201322 Mittelalter/Neuzeit Zwei Räume im Erdgeschoß des erzbischöflichen Palais konnten bauarchäologisch untersucht werden. Spätmittelalterliches Burchsteinmauerwerk mit wenigen Ziegeln wurde an einer Stelle gefunden. Der Großteil des heute sichtbaren Mauerwerks geht auf die Frühe Neuzeit zurück und ist spätestens im 2. Viertel des 17. Jahrhunderts entstanden.
Stephansplatz 7 200915 römisch/Mittelalter/Neuzeit Fünf Bohrlöcher im Bereich des Stephansplatzes nördlich des Domes zeigten erwartungsgemäß folgende Schichtabfolge: Unter der neuzeitlichen Oberflächenbefestigung und Störungen befindet sich ein sehr dicht belegter mittelalterlicher Friedhof, gefolgt von der sog. Schwarzen Schicht und römerzeitlichen Planierschichten. Bei einer Sondage im Kellergeschoss der Bauhütte konnten in der untersten Fundamentlage des Nordturms mindestens zwei Grabplatten mit gotischen Minuskel, die in das 14. und 15. Jahrhundert datieren, freigelegt werden.
Wollzeile 1 und 2 187408 römisch Im Jahr 1874 wurden beim Bau der Hochquellenwasserleitung drei quer über die Wollzeile streichende Mauern gefunden, weiters ein überwölbter Kanal mit hölzerner Sohle.
Schulerstraße 1-3 189733 römisch Im Jahr 1897 wurden römische Ziegelreste, u.a. der 14. Legion, gefunden. Vor dem Haus Nr. 2 fand man die Substruktion einer Straße aus 25 cm hohen Bruchsteinen. Sie wurde quer über die Straße 2 m weit verfolgt.
Wollzeile 7 197106 römisch Im Jahr 1971 wurden beim Neubau des Hauses ungestörte, römerzeitliche Ablagerungsschichten mit zahlreicher Keramik, mit Glas und Verputzresten gefunden.
Strobelgasse 2 193919 Neuzeit Beim Kanalbau im Jahr 1939 wurden neuzeitliche Keramik, Tierknochen und ein Flaschenhals aus Glas gefunden.
Abraham-A-Santa-Clara-Gasse 1 200706 römisch Durch den Bau des Tiefenspeichers im Innenhof des Palais Liechtenstein ergab sich die Möglichkeit einer stadtarchäologischen Grabung. Dabei wurden sowohl römische Reste, Teile mittelalterlicher Siedlungen und ein frühneuzeitliches Steinhaus mit Latrine und Abfallgrube gefunden.
Bankgasse 5-7 189828 römisch Im Jahr 1898 wurde beim Gasleitungsbau im Bereich der Herrengasse eine große Menge von Ziegelstücken ohne Stempel und Sigillatascherben gefunden. Zwischen Bankgasse 5 und 6 wurden an verschiedenen Stellen Schichten von weißer und gelber Asche aufgedeckt, die Ziegel, Amphoren, eine Bronzefigur des Jupiter und eine Bronzefigur eines Löwen enthielten.
Riemergasse 1-3 190616 römisch 1906 fand man bei Erdaushebungen für den Neubau des neuen Justizgebäudes im zugeführten Schutt eine römische Münze des Kaisers Philippus I. und zwei unkenntliche Mittelbronzen.
Riemergasse 11 191060 römisch 1910 fand man bei Kanalbauarbeiten einen Denar des Severus Alexander und ein Antoninian. Möglicherweise wurden die Münzen gemeinsam mit Schutt von einer anderen Stelle hier her gebracht.
Stubenring 1 191002 römisch Im Jahr 1910 fand man beim Ausheben der Fundamente für den Neubau des Kriegsministeriums römische Münzen und Terra Sigillata. Es könnte sich um die Reste von Gräbern handeln.
Schallautzerstraße 6 189914 römisch Im Jahr 1899 wurde bei Regulierungsarbeiten der Wienflusses, auf Höhe der Schallautzerstraße 6, ein Straßenunterbelag gefunden, sowie ein Altar, eine Münze und ein menschliches Skelett.
Akademiestraße 12 196601 römisch Im Jahr 1966 wurde bei der Anlegung eines Bohrloches bei der Handelsakademie eine 5 bis 6 m hohe und 1 m breite Mauer (vielleicht römisch) angeschnitten. Sie bestand aus Bruchsteinen, der unterste Teil zeigte eine Einfassung aus Quadern.
Akademiestraße 12 186201 römisch Beim Bau der Handelsakademie stieß man auf einen römischen Grabstein mit Inschrift.
Akademiestraße 12 197705 Neuzeit Durch Grabungen für den Bau der U-Bahn wurden Tierknochen und neuzeitliche Keramik gefunden.
Akademiestraße 12 189804 römisch Im Zuge von Arbeiten im Erdreich wurden 1989 Fragmente von Grabädikulen, Mauern und Brunnen, sowie römische Münzen gefunden.
Akademiestraße 9 300084 Mittelalter/Neuzeit Das Areal zwischen Goethegasse und Palais Coburg bzw. zwischen Wienfluss und Stadtmauer gehörte einst zum Bürgerspital vor dem Kärntner Tor. 1260 gegründet, wurde es 1528/29 aufgelassen und teilweise niedergerissen. Es umfasste ein Spitalsgebäude, umfangreiche Wirtschaftsgebäude sowie die Kolomanskirche mit Friedhof.
Jordangasse 2 190801 römisch Im Jahr 1908 stieß man beim Einlegen von Wasserleitungsröhren vor der Front des k. k. Ministeriums für Inneres auf römische Baureste.
Jordangasse 2 199905 Mittelalter/Neuzeit Im Jahr 1999 wurden bei einer Künettengrabung mittelalterliche Keller angeschnitten
Am Gestade 2-4 190101 römisch Als 1901 die ehemals hier stehenden Häuser abgerissen wurden, fand man zwei jeweils 2 Meter starke Mörtelmauern, in welchen die Überreste eines Zwischenturmes der römischen Lagermauer vermutet wurden.
Salzgries 23 190126 Mittelalter Beim Aushub für den Neubau fand man 1901 mittelalterliche Fundamente eines Gebäudes
Am Gestade 2-4 195504 römisch Im Jahr 1955 wurden im Zuge von Bauarbeiten mittelalterliche und frühneuzeitliche Fragmente von Keramiken und Glas aus einem Brunnen geborgen.
Spiegelgasse 21 190112 römisch Gegen den Garten des Kapuzinerklosters fand man eine Mauerecke, die bis zu 1,20 m hoch war. Auf festgestampftem Kiesboden lagen durcheinandergeworfene Skelettteile. Unter den alten Kellern des Hauses kamen drei in einer Reihe angeordnete Gruben mit zahlreichem Fundmaterial wie Keramik und Knochen zu Tage.
Grünangergasse 8 201012 Mittelalter/Neuzeit Die geplante Generalsanierung des Gebäudes Grünangergasse 8 führte zu einer Bauuntersuchung in beiden Kellergeschoßen und zu einer Begehung der Erd- und Obergeschoßräume sowie später zu einer Untersuchung des Gartenbereichs. Die ältesten Mauerteile konnten im 1. Kellergeschoß in Form von Resten mittelalterlichen Fundamentmauerwerks befundet werden. Später erfolgte ein renaissancezeitlicher Ausbau des Bäckerhauses. Im 17. Jahrhundert wurde die Kelleranlage in zwei Phasen mächtig erweitert. 1705 bis 1707 wurde das Haus umgebaut, wobei bei den nötigen Fundamentierungsarbeiten das rückwärts anschließende Gebäude einstürzte und in der Folge neu errichtet wurde. Es entstand das hochbarocke Haus.
Grünangergasse 12 193023 römisch 1930 wurde bei Kanalbauarbeiten ein Ziegelbruchstück mit Stempel der 14. Legion gefunden
Grünangergasse 12 196009 Mittelalter 1960 fanden verschiedene Umbauarbeiten im Bereich der Sackgasse statt, dabei fand man mittelalterliche Fragmente wie Keramik.

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