Vorgartenstraße 56

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Grund-Information
AllerheiligenkircheZwischenbrücken.A.JPG
Aliasadressen =Vorgartenstraße 56
Konfession römisch-katholisch


Allerheiligenkirche Zwischenbrücken

Blick auf die alte KIrche und das Gasthaus "Zu den drei Aliierten"

Schon 1679 stand hier eine Kapelle, die von Mautbediensteten errichtet worden war. Damals floss die noch unregulierte Donau durch das Gebiet und bildete kleine Inseln, eine davon war "Zwischenbrücken". Sie lag zwischen den beiden Donaubrücken, die Wien mit Leopoldau verbanden. Bewohnt war die Insel hauptsächlich von Wachsoldaten, es gab aber auch zwei große Einkehrergasthäuser für Fuhrwerkspersonal und Donaumühlenarbeiter.

1769 ließ Maria Theresia die schon verfallene Kapelle renovieren und ließ sie dem Johannes Nepomuk weihen. 1809 plünderten die Franzosen die Johannes-Nepomuk-Kapelle, 1873 wurde sie schließlich abgetragen

An ihrer Stelle entstand 1905 eine Kirche. Die Pläne dazu hatte der Architekt Hans Schneider entworfen. Zur Eröffnung erhielt sie das - seit 1671 hier aufgestellte - Hochaltarbild der Schottenkirche mit dem Motiv "Himmelfahrt Mariens", das 1669 von Joachim Sandrart geschaffen worden war. [1] Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg (am 7.2.1945) zerstört, allerdings konnte damals das Hochaltarbild von Sandrart geborgen werden (heute befindet es sich wieder im Schottenstift).

Der Neubau erfolgte zwischen 1948 und 1950 (Weihe am 19.3.1950 durch Kardinal Innitzer), Architekt war Josef Vytiska.

Die Stuckarbeiten der neuen Kirche stammen von Karl Jamböck und Leopold Kiener, die Orgel wurde 1959 von Rudolf Novak geschaffen. An der Chorwand sind Werke von Franz Burkert angebracht: ein Kruzifix (aus dem Jahr 1982) und ein Wandteppich mit Evangelistensymbolen und Darstellungen der Schöpfung und der Kreuzigung aus dem Jahr 1983. Die drei Glocken der Kirche weihte Kardinal Franz König am 29. November 1956.[2]



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20. Bezirk


Quellen

  1. Richard Groner: Wien wie es war, vollst. neu bearb. von Felix Czeike, Verlag Molden, Wien-München, 1965, 6. Auflage, S. 15 f
  2. https://www.erzdioezese-wien.at/pages/pfarren/9185