Wipplingerstraße 23

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Grund-Information
Wipplingerstraße 23.jpg

Wipplingerstraße 23

Aliasadressen =Wipplingerstraße 23, =Tiefer Graben 21
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 145, 170, 171, 172 | vor 1821: 152, 177, 178, 179 | vor 1795: 385, 360, 359, 358
Baujahr 1898-1899
Architekt Ludwig Tischler


Das Haus - Architektur und Geschichte

1898 erbaute Ludwig Tischler das Haus, das 1902 von der "Wiener Versicherungsgesellschaft" gekauft wurde. Am 6. Februar 1937 ging es an die "Allianz- und Giselaverein Versicherungs A.G." über, die 1947 ihren Namen in "Österreichische Volksfürsorge Lebensversicherungs A.G." abänderte.

Das Que[e]r, W 23

Seit 1998 hat sich hier eine besondere Vereinigung gebildet, das Que[e]r (übersetzt: abartig, pervers). Hier treffen sich Interessierte für Informationsveranstaltungen, Filmvorführungen und gemeinsame Theaterabende. Entstanden ist die Idee in der USA, als Treffpunkt von Lesben und Schwulen, die mit HIV infiziert waren und eine Möglichkeit des Austausch suchten.[1]

Archiv der sozialen Bewegung

Seit 2005 ist in dem Haus auch das Archiv der sozialen Bewegung untergebracht. Es beherbergt eine Sammlung linker Dokumente, Flugblätter, Zeitungen und Plakate seit dem 1960er-Jahren.

Vorgängerhäuser

Zum weißen Lamm

Haus 145 hieß "Zum weißen Lamm", nach dem Wirtshaus "Lampelkeller". Dieses Haus wurde bereits 1399 ("gelegen auf der Hochenprukk [ Hohe Brücke ] pey dem Judentor") erwähnt.

Bis 1501 war der Bürgermeister Wolfgang Rieder Besitzer des Hauses. Im Laufe der Zeit zersplitterten die Eigentumsverhältnisse des Hauses, 1780 sind 29 Eigentümer in den Grundbüchern vermerkt. Erst 1811 waren wieder alle Anteile in einem Besitz, 1885 war das Haus in Besitz des Bankhauses "Spitzer & Co."

Zum weißen Hahn und Bei der eisernen Stange

Haus 170 (Zum weißen Hahn) und Haus 171, das den Namen "zur eisernen Stange" trug, waren ursprünglich eine Einheit. Erstmals wurde das noch verbundene Haus 1394 genannt, 1440 wird es von einem Priester gekauft. Nach 1487 fiel es einem Brand zum Opfer, Besitzer war damals das Schottenstift. Erst 1517 wurde die Brandstatt verkauft und ein neues Haus erbaut.

1682 war der Besitzer des Hauses Matthias Gunst mit seiner Gemahlin Regina, Gunst war an der Schaffung der Pestsäule am Graben beteiligt gewesen. 1897 wurde das Haus abgebrochen.

Haus 171 entstand durch die Abtrennung erst 1587. Ab 1662 ist der Hausname "Bei der eisernen Stange" belegt, weshalb ist nicht bekannt.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus des Gastwirts Kaspar Franz

Der Wirt des "Lampelkellers" starb in diesem Haus am 5.1.1707. Er wurde berühmt, als er als Hauptmann eine Freiwilligenkompanie gegen die Türken anführte.



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Quellen