Tiefer Graben 18

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Grund-Information
Tiefer Graben 18.jpg

Tiefer Graben 18

Aliasadressen =Tiefer Graben 18
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 230 | vor 1821: 237 | vor 1795: 322
Baujahr 18. Jahrhundert
Architekt unbekannt


Das Haus - Architektur und Geschichte

Das Haus ist Teil des Hotels Tigra (Tiefer Graben 16) und steht unter Denkmalschutz.

Vorgängerhaus

Im Mittelalter befand sich in dem Haus ein berüchtigtes Bordell, später das Diebsschergenhaus, auch Rumorhaus. Bis 1773 beherbergte das Haus die Rumorwache und das Gefängnis, dann übersiedelten die Häftlinge in das Siebenbüchnerinnenkloster.

Als im 18. Jahrhundert ein Beamter das Haus erwarb, der den Kaiser Joseph II. sehr verehrte, benannte er sein Haus nach ihm. Er ließ auch ein Fassaden-Bild des Kaisers anbringen. Da jedoch die Bevölkerung wusste, um welches Haus es sich hier handelte und der Kaiser sich damit nicht in Verbindung bringen lassen wollte, musste der Beamte den Hausnamen abändern. Er malte also dem Joseph einen Bart und einen Heiligenschein und machte damit das Haus "Zum Heiligen Josef".

Gedenktafel

Mozart-Aufenthalt

Hier hat, im 2. Stock, im Sommer (16.7. bis 25.9.) 1773 Wolfgang Amadeus Mozart mit seinem Vater gewohnt. [1] Das Haus war damals in Besitz des Kupferschmiedes Gottlob Friedrich Fischer.

Mozart komponierte hier sechs Streichquartette, eine Serenade, ein Divertimento und Chöre zu Tobias Geblers "König Thamos".

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Mozart GT Tiefer Graben.jpg Mozart, Wolfgang Amadeus In diesem Haus wohnte

Wolfgang Amadeus
Mozart
während seines dritten Wiener Auf-
enthaltes im Sommer des Jahres 1773
Das Erleben der Musik Wiens
entschied hier seinen Weg zum Meister
Deutscher Kunst



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Quellen

  1. Heinz Schöny: Mozarts Wiener Wohnungen, in: Österreichische Musikzeitschrift, 11. Jahrgang, 1956, Heft 4, 137-143. S. 141