Stubenring 5

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Haus: Stubenring 5 Grund-Informationen
Museum für angewandte Kunst (MAK) (40893) IMG 8804.jpg
Aliasadressen =Stubenring 5, =Weiskirchnerstraße 1
Ehem. Konskriptionsnummer keine - Glacis vor dem Stubentor, neues Terrain, Überbrückung Wienfluss
Baujahr 1860-1883
Architekt Heinrich Ferstel, Carl Appel


Das Österreichische Museum für Angewandte Kunst - Architektur und Geschichte

Österreichisches Museum für Kunst und Industrie, 18800

Einst hieß das heutige MAK (Museum für angewandte Kunst) "Österreichisches Museum für Kunst und Industrie". Die Gründung wurde durch Rudolf Eitelberger forciert, eröffnet wurde es am 12. Mai 1864 in den Räumen des früheren Ballhauses, in dem 2.000 kunstgewerbliche Leihgaben präsentiert wurden.

Am 4. November 1871 übersiedelte das Museum in das 1866-1871 von Heinrich Ferstel geplante Gebäude hier am Stubenring. [1]Der Zubau auf Seite der Weiskirchnerstraße konnte erst zwischen 1906 und 1908 durch Ludwig Baumann realisiert werden, damals wurde durch die Regulierung des Wienflusses Areal frei. Der gewaltige Arkadenhof ist mit Glas gedeckt, er wird von 32 Monolithsäulen gestützt.

Am Hauptgebäude sind Sgraffiti von Karl Schönbrunner nach Zeichnungen von Ferdinand Laufberger und Karl Karger angebracht, ebenfalls sind hier Majolikamedaillons mit Porträts berühmter Künstler zu sehen. Über die Haupttreppe spannt sich ein Spiegelgewölbe mit einem Fresko von Laufberger.

Das MAK ist mit dem Gebäude der Universität für angewandte Kunst verbunden.

Im Museum hat auch die Redaktion der Zeitschrift "alte und moderne kunst" ihren Sitz.

Gedenktafeln

Auf der Seite der Weiskirchnerstraße ist eine Gedenktafel zur Erinnerung an die am 12. August 1461 bei der erfolgreichen Abwehr des Angriffs Albrechts VI. auf die Stadt gefallenen Wiener Bürger und an die der Stadt aus diesem Anlass von Friedrich III. am 26. September 1461 verliehenen "Wappenbesserung" (goldener Doppeladler auf schwarzem Grund; Stadtwappen) angebracht. Weiters finden sich Gedenktafeln für Kunst und Industrie und Erzherzog Rainer von Österreich hier.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Gedenktafel 12.8.1461 Wiesingerstrasse.jpg Stadtwappen Mittwoch, den 12. August 1461

schlugen an dieser Stelle
die Bürger Wien's den Angriff
des aufständischen Herzogs
Albrecht VI. zurück und
erwarben sich dadurch das
Recht den Doppeladler im
Stadtwappen zu führen.

250px-Wien01_Stubenring005_MAK_2019-06-15_GD_Museum_f%C3%BCr_Kunst_und_Industrie_%2843%29.jpg Kunst und Industrie Das

k.k. Österr. Museum
für Kunst und Industrie
gegründet
von Kaiser Franz Josef I.
am VII. März MDCCCLXIII.
im Ballhause der Hofburg
eröffnet am XXI. Mai
MDCCCLXIV.

M.A.K. Vienna June 2006 016.jpg Kunstgewerbeschule Die

Kunstgewerbeschule
des k.k. Österr. Museums
gegründet
von Kaiser Franz Josef I.
am XXVII. Sept. MDCCCLXVII.
eröffnet
am I. October
MDCCCLXVIII.

Wien01 Stubenring005 MAK 2019-06-20 5251.jpg Erzherzog Rainer von Österreich Der Neubau des k.k. Österr. Museums nach dem Projecte

des Architekten Professor Heinrich Ritter von Ferstel
begonnen im Herbste des Jahres MDCCCLXVIII
vollendet im Herbste des Jahres MDCCCLXXI.

Sr. k.u.k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn
Erzherzog Rainer
1. Projektor des k.k. Österr. Museums seit der Gründung desselben am XXXI. März MDCCCLXXI

250px-Wien01_Stubenring005_MAK_2019-06-20_GD_Terrassenplateau_5259.jpg für die Errichtung des MAK-Plateaus Besonderer Dank gebührt

Inge Asenbaum
Austria Tabak
Casinos Austria
Hel-Wacht
Kunsttrans
Karl Lehner & Co.
Österreichische Nationalbank
Österreichische Lotto Toto Gesellschaft
Österreichische Zementindustrie
F. Seitenberg
Textil- und Modegroßhandels-Center
Umdasch Industriegesellschaft
Durch Ihre großzügige Unterstützung
konnte das MAK-Terrassenplateau
realisiert werden.
Wien, 1. Mai 1993

250px-Wien01_Stubenring005_MAK_2019-06-20_GD_KFJ1%2BFerstl_5246.jpg Schlusssteinlegung, Heinrich Ferstel An dieser Stelle wurde

durch
S.M. Kaiser Franz Joseph I.
der Schlussstein feierlich
gelegt.
Am IV. November MDCCCLXXI.

Ferdinand Laufberger GT- Museum für Angewandte Kunst Wien, MAK.jpg Ferdinand Laufenberger Dem unvergesslichen Lehrer

Ferdinand Laufenberger
Historienmaler
Professor a.D. Kunstgewerbe
Schule des k.k. Oest. Museum
geb. 16. Feb. 1829, gest. 16.Juli 1881
Seine dankbaren Schüler

250px-Wien01_Stubenring005_MAK_2019-06-20_GD_Lobmeyr_5256.jpg Ludwig Lobmeyr Ludwig

Lobmeyr
der
Altmeister
der
Österreichischen
Glas-
kunstindustrie
1829 - 1917

Wien01 Stubenring005 MAK 2019-06-20 GD Waldberger 5253.jpg Rudolf Schürer von Waldheim Dem Wiederbeleber der Holzschneidekunst

in Österreich
Rudolf von Waldheim
Ersten Präsidenten
des Wiener Kunstgewerbe Vereins
gewidmet von freunden und Verehrern

Sammlungen des Museums

Porzellanzimmer des Palais Dubsky

In 150 Jahren ist eine umfangreiche Sammlung an angewandter Kunst, Design, Architektur und Gegenwartskunst entstanden.

  • Sammlung Design-Info-Pool - Das Online-Archiv bietet Informationen zu 2.500 österreichischen DesignerInnen und 8.000 Designobjekten.
  • Sammlung Design- Seit 2005 gibt es die Design-Sammlung, sie verschafft einen Überblick über Design der Industrie, des Handwerks, und einzelangefertigter Prototypen.
  • Sammlung Möbel und Holzarbeiten - Diese Sammlung zeigt die Entwicklung des Möbel der letzten 150 Jahre. Die Sammlung zeigt 4.600 Objekte - vom kleinen Holzkästchen bis zum massiven Schrank.
  • Sammlung Gegenwartskunst - Die 1.500 Exponate dieser Sammlung zeigen vor allem Arbeiten aus dem Bereich der bildenden Kunst und der Architektur.
  • Sammlung Asien - Riesig groß ist die asiatische Sammlung von Kunstobjekten, sie besteht aus 25.000 Exponaten aus China, Japan und dem Vietnam.
  • Bibliothek und Kunstblättersammlung - Die älteste Sammlung Europas mit Schwerpunkt "Angewandte Kunst" beinhaltet Bücher und grafische Blätter.
  • Wiener-Werkstätte-Archiv - Seit 1955 ist hier das Archiv der Wiener-Werkstätte, die das Design in Österreich geprägt hatte.
  • Sammlung Textilien und Teppiche - Das besondere dieser Sammlung: sie konzentriert sich nicht nur auf die Gegenwart, man sieht hier Textilien von der Spätantike an - aus allen Teilen der Welt.
  • Sammlung Metall - Die Sammlung enthält Stücke vom 14. Jahrhundert bis heute. Zu sehen sind Goldschmiedearbeiten, Bestecke, Uhren, kleine Plastiken und astronomische Geräte.
  • Sammlung Keramik - Die Keramik, die hier gesammelt wird, enthält Exponate bis ins 16. Jahrhundert zurück. Entstanden ist die Sammlung aus dem Nachlass der Wiener Porzellanmanufaktur.
  • Sammlung Glas - Die hier gezeigten Glasstücke geben Einblick in die Entwicklung des Kunsthandwerks vom Mittelalter bis heute.[2]

Öffnungszeiten

  • Di 10:00–22:00 Uhr; jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei
  • Mi–So 10:00–18:00 Uhr
  • Barrierefreier Zutritt: Lift, Behinderten-WC

Direktoren des Museums

  • 1864 - 1885: Rudolf Eitelberger (ab 1871 am heutigen Standort)
  • 1885 - 1895: Jakob von Falke
  • 1895 - 1897: Bruno Bucher
  • 1897 - 1909: Arthur von Scala
  • 1909 - 1925: Eduard Leisehnig
  • 1925 - 1927: Hermann Trenkwald
  • 1927 - 1932: August Schestag
  • 1932 - 1950: Richard Ernst
  • 1951 - 1958: Ignaz Schlosser
  • 1959 - 1968: Viktor Griessmaier
  • 1968 - 1978: Wilhelm Mrazek
  • 1978 - 1981: Gerhard Egger
  • 1981 - 1984: Herbert Fux
  • 1984 - 1986: Ludwig Neustifter (interimistischer Leiter)
  • 1986 - 2011: Peter Noever
  • 2011 - dzt.: Christoph Thun-Hohenstein

Denkmal Rudolf Eitelberger

THEMA: Eitelberger-Denkmal was ist hier zu finden
Eitelberger Denkmal.jpg

Enhüllung: 1886
Künstler: Hermann Klotz
Das Bronzedenkmal für Rudolf Eitelberger wurde von Hermann Klotz für den Begründer und ersten Direktor des damaligen Österreichischen Museums für Kunst und Industrie geschaffen.



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Quellen