Stubenbrücke

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Stubenbrücke

Wien Stubenbrücke 2.jpg

Benennung 1402
Benannt nach Stubentor - Teil der Stadtummauerung
Straßenlänge 47,89 Meter [1]
Gehzeit 0,58 Minuten
Vorherige Bezeichnungen keine


Die Erbauung der Brücke

Die Verbindung zwischen Landstraßer Hauptstraße und Weiskirchnerstraße über den Wienfluss heißt Stubenbrücke.

Die heute vorhandene Brücke wurde 1899 durch Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer im Auftrag der Stadt Wien erbaut. Die Eisenkonstruktion stammte von Josef Gridl. Damals wurde der gesamte Wienfluss reguliert, die beiden Architekten nahmen die Wienflussverbauung nicht nur hier vor, auch die Gestaltung im Stadtpark und die Einmündung des Flusses in die Donau wurde von ihnen vorgenommen.

1959 wurde die Brücke umgebaut, 1991 wurde die Linie U3 unterführt.

Die Brücke im Mittelalter

Die Holzbrücke 1609

Schon im 14. Jahrhundert führte ein kleiner hölzerner Steg von der Wollzeile in die Vorstadt, er wurde aus privaten Mitteln erhalten. 1400 ließ schließlich Albrecht IV. eine Brücke aus Stein errichten, das Geld dafür hatte er aus Strafgeldern gewonnen. In der Mitte der Brücke ließ er einen gotischen Bildstock aufstellen, an der linken Seite stand später ein Heiliger Nepomuk - beides wurde 1796 entfernt.

Genau hier fand am 12.8.1461 ein Gefecht zwischen den Truppen von Herzog Albrecht VI. und dem kaiserlichen Heer, das unter der Führung von Bürgermeister Christian Prenner stand. Das kaiserliche Heer war hier siegreich, was dazu führte, dass Friedrich III. der Stadt am 26.9.1461 ein neues Stadtwappen schenkte. Auf Seite der Weiskirchnerstraße, am Haus Weiskirchnerstraße 1, befindet sich eine Gedenktafel, die an diese Schlacht erinnert.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Gedenktafel 12.8.1461 Wiesingerstrasse.jpg Recht auf ein Stadtwappen Mittwoch, den 12. August 1461

schlugen an dieser Stelle
Die Bürger Wiens den Angriff
des aufständischen Herzogs
Albrecht VI. zurück und
erwarben sich dadurch das
Recht den Doppeladler im
Stadtwappen zu führen

Die Lemurenköpfe

Lemuren-Kopf von West

2001 wurden "Lemurenköpfe" an der Brücke angebracht, sie sind Werke von Franz West. Anlass zur Aufstellung war eine Ausstellung von West im Museum für Angewandte Kunst. Die einst befristet gedachte Anbringung der Aluminium-Köpfe mit weißer Lackschicht wandelte sich zu einer Dauerleihgabe des MAK und später eines privaten Sammlers, 2007 wurden blaue LED-Lichter eingesetzt, um die Köpfe neu zu akzentuieren.yref>http://derstandard.at/2000009175617/Ungewissheit-fuer-die-Lemurenkoepfe</ref>

Die Kunstwerke waren hier bis Dezember 2014 zu sehen, dann wurden sie zur Restaurierung abmontiert. Zu dieser Zeit war noch nicht klar, ob eine Einigung zwischen dem Verleiher und dem Museum zur Wiedersaufstellung erreicht werden kann.[2] Mittlerweile stehen die restaurierten Köpfe wieder hier.

Zur Erläuterung der Skulpturen ist an der Brücke eine Steintafel angebracht. In der römischen Mythologie waren Lemuren "nächtlich umherschweifende Seelen von Verstorbenen" - im Wiener Dialekt findet man unter dieser Bezeichnung eher seltsame Zeitgenossen.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Heraklit.Fragment12.ViennaBridge.JPG Heraklit Fragment Denen, die in dieselben Flüsse steigen

fließen immer neue Wasser zu und
(immer neue) Seelen entsteigen dem Nass.
Heraklit, Fragment 12 (1)



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Quellen