Sonnenfelsgasse 3

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Grund-Information
Wien 01 Zwölf Apostelkeller a.jpg

Sonnenfelsgasse 3

Aliasadressen =Sonnenfelsgasse 3
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 741 | vor 1821: 787 | vor 1795: 760
Baujahr 14./15. Jahrhundert
Architekt unbekannt


Das Hildebrandthaus - Architektur und Geschichte

Das Haus stammt noch aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, der Kern ist jedoch deutlich älter (erbaut um 1100).

Im 16. Jahrhundert wurde es umgebaut, die Fassade wurde im Auftrag des damaligen Besitzers, dem kaiserlichen Rat Ignaz Edler von Fockhy, 1721 im Stil von Johann Lukas von Hildebrandt erneuert, ob er selber die Gestaltung vorgenommen hat, konnte nie bewiesen werden. Die alte Bausubstanz wurde dabei behalten, die Fassade ist nur vorgesetzt worden.

Im Obergeschoss ist eine Mariazeller Madonna zu sehen, unter ihr ist die Jahreszahl 1717 angebracht. In diesem Jahr dürften die Umbauten begonnen worden sein. Fockhy hatte ganz offensichtlich das Ziel, mit der Gestaltung des Hauses an die Bauten der Adeligen heranzukommen, die Imitierung des Lebensstils Adeliger gehörte damals zu einem modischen Trend.

Drei unterirdische Stockwerke und der Apostelkeller

Das Haus besitzt einen der eindrucksvollsten Keller der öffentlich zu besuchen ist, er ist dreistöckig und bis zu 18 Meter tief. In ihm ist der bekannte Zwölf-Apostelkeller untergebracht.

Ein Stein im Keller trägt die Jahreszahl 1561, damals dürfte der erste Umbau erfolgt sein. Der Keller selbst muss bedeutend älter sein, da er aus Steinquadern errichtet wurde, diese Bauweise ist für die Romanik charakteristisch. Der obere Keller hat gotische Gewölbe, im Zuge des Umbaus 1561 erhielt der untere Keller ein frühbarockes Aussehen.

Heute ist im oberen Keller der Zwölf-Apostel-Keller beheimatet, der 390 Sitzplätze bietet. Auch der unterste Keller ist zugänglich, in ihm kann man einen komplett erhaltenen gotischen Brunnen entdecken. In einem der Räume befindet sich auch der Namensgeber des Kellers: Ein Fresko der zwölf Apostel.


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Quellen