Göttweihergasse 1

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Grund-Information
Göttweihergasse 1.jpg

Göttweihergasse 1

Aliasadressen =Göttweihergasse 1, =Seilergasse 12, =Spiegelgasse 11
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1088 | vor 1821: 1154 | vor 1795: 1115
Baujahr 1847
Architekt Eduard Kuschee, Johann Strahberger


Das Helferstorfische Haus - Architektur und Geschichte

Das Haus wurde 1847 durch die Architekten Eduard Kuschee und Johann Strahberger erbaut.

Vorgängerhaus

Bereits im Jahr 1400 wird an dieser Stelle erstmals ein Haus erwähnt. 1493 kauften es die Brüder Sigmund und Heinrich Pruschinkh, Freiherren von Stetenberg. Heinrich genoss beim Kaiser Friedrich III. hohes Ansehen, da er 1475 mit großem Einsatz die Türken bekämpft hatte. Als er von diesen gefangen genommen wurde, löste ihn der Kaiser wieder aus. Auch in den Kämpfen gegen Matthias Corvinus 1484 kämpfte er tapfer. Er begründete das Geschlecht der Grafen von Hardegg.

1493 gelangte das Haus in den Besitz von Johannes Fuchsmagen, dem kaiserlichen Rat. Er verzierte das Haus mit römischen Fundstücken und richtete hier eine große Bibliothek ein.

1848 wurde das Haus abgebrochen und ein Jahr später wieder aufgebaut.

1911 stand es im Besitz von Otto Wagner.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Gedenktafel und Sterbehaus von Antonio Salieri

Der Komponist Antonio Salieri (* 18. Juli 1750 Legnano, Venetien, † 7. Mai 1825, ebenhier) starb in dem Haus, das vormals hier gestanden hat.

Mit 16 Jahren wurde der Kaufmannssohn Salieri in Venedig durch den k.k. Kammerkomponisten Florian Leopold Gaßmann entdeckt, der ihn nach Wien mitnahm. Zu dieser Zeit war der Knabe bereits Vollwaise. In Wien nahmen sich Pietro Metastasio und Christoph Willibald Gluck um ihn an. In dem Umfeld entwickelte sich Salieris Talent rasch, mit 20 Jahren schrieb er seine erste Oper, Le donne letterate. 1774 wurde er, nach dem Tod des Florian Gaßmann, zu dessen Nachfolger als Hofkompositeur und Direktor der italienischen Oper, 1788 wurde er zum kaiserlichen Kapellmeister ernannt.

Nach ihm ist die Salierigasse im 18. Bezirk benannt.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Salieri GT.jpg Salieri, Antonio An dieser Stelle stand

das Wohn- und Sterbehaus
des Komponisten
und Hofkapellmeisters
Antonio Salieri
1750 - 1825

Ausgrabungen

Adresse Ausgrabungscode zeitliche Lagerung Beschreibung der Fundstücke
Spiegelgasse 11 193309 römisch 1933 wurden zwei Töpferöfen und ein Ziegelgrab mit Skelett aufgedeckt. Es ergaben sich zahlreiche Keramikfunde, im Grab befand sich nur mehr eine bronzene Gürtelschnalle.



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Quellen