Plankengasse 7

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Grund-Information
Haus-Plankengasse 7-01.jpg

Dorotheergasse 15

Aliasadressen =Plankengasse 7, =Dorotheergasse 15, =Spiegelgasse 14
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: Teil von 1111 | vor 1821: 1177 | vor 1795: 1142
Baujahr 1803-1807
Architekt Johann Amann


Das Haus - Architektur und Geschichte

1803 wurde dieses Haus von Johann Amann erbaut.

Auch über diese Parzelle erstreckte sich ehemals der Klosterneuburger Hof.

Der Klosterneuburger Hof, vormals Dorotheerhof

Der erste Hof, der sich hier befunden hatte war der des Chorherrenstiftes St. Dorothea. Er wurde nach Aufhebung des Dorotheerklosters 1796 verstaatlicht und 4 Jahre später dem Stift Klosterneuburg verkauft.

Der damals einstöckige Hof diente zur Verwaltung der Besitzungen und zur Lagerung der landwirtschaftlichen Produkte, vor allem von Wein. 1804 wurde der Hof abgerissen, an seiner Stelle wurden zwei Mietshäuser errichtet.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus des Juristen Karl Krauß

Karl Krauß (* 13. September 1789 Galizien, † 5. März 1881, ebenhier) war ab 1851 Justizminister und ab 1857 Erster Präsident des Obersten Gerichtshofs. Sein Neffe, Franz Krauß, war ab 1885 Wiener Polizeipräsident.

Wohn- und Sterbehaus Matthias Steinl

In dem Haus wohnte der Architekt, Bildhauer und Elfenbeinschnitzer Matthias Steinl (Steindl) (* um 1643/1644 Salzburg; † 18. April 1727, ebenhier).

Zu den bekanntesten Werken, die heute noch im 1. Bezirk zu finden sind, zählen:

  • Eine Kreuzigungsgruppe - heute in der Schatzkammer
  • Eine Allegorie des Wassers und der Luft - zu sehen im Kunsthistorischen Museum
  • Die Reiterstatue Leopolds I., Josephs I. (1693) und Karls VI. (Kunsthistorisches Museum).
  • Die Kanzel der Dominikanerkirche (1695) und ein Selbstportrait des Künstlers im Stiegenaufgang
  • Der ehemalige Hochaltar der alten Burgkapelle
  • Der Sebastiansaltar der Franziskanerkirche (1696)
  • Der Frauenaltar im Stephansdom (1699)
  • Der Josephsaltar im Stephansdom (1700)
  • Großplastiken für die Gruft der Kapuzinerkirche (heute Seitenaltar - geschaffen 1713)
  • eine Figurengruppe, die Kanzel und das Orgelgehäuse für die Peterskirche.(1715/1716)

Shopping

Kunsthandel und Galerie Kohlhammer

Im Kunsthandel der Brüder Kohlhammer erhält man vor allem Objekte der Wiener Werkstätte, Glas der Firma Loetz und Skulpturen der Werkstätte Hagenauer. aber auch Jugendstilmöbel kann man hier erwerben.[1]

Ephelant-Verlag

In dem Haus ist auch der Sitz des kleinen Verlages Ephelant.[2]

Handel mit NS-Relikten, Alte Kunst und Militaria

Unglaublich, aber tatsächlich so: In diesem Haus werden NS-Relikte verkauft. In unmittelbarere Nachbarschaft des Jüdischen Museums wird - trotz Verbotsgesetz - mit Gasmasken, Judensternen und sonstigen Memorabilien dieser Zeit gehandelt.[3]


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Quellen