Neutorgasse 15

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Grund-Information
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Neutorgasse 15

Aliasadressen =Neutorgasse 15
Ehem. Konskriptionsnummer keine - Vorstadt vor dem Werdertor
Baujahr 1871
Architekt Carl Tietz


Das Amtshaus - Architektur und Geschichte

Das 1871 errichtete Haus wurde von Carl Titz entworfen. Besonders an dem Mietshaus ist die Beletage, die denkmalgeschützt ist. Diese Inneneinrichtung besteht aus Jugendstilelementen früherer und späterer Zeit

Jüdische Schicksale und eine Gedenktafel

1905 besaß das Haus die jüdische Familie Tintner. Neben Wohnungen fand man hier auch zwei Büros, das einer Schafwollfabrik und das des Schuhgroßhändlers Rudolf Böhmer. Sein Unternehmen wurde 1938 arisiert. Nach 1945 verkauften die Erben der Familie Tintner das Haus stückweise, Mitte der 1970 erwarb es die Stadt Wien und richtete machte daraus ein Amtshaus. Derzeit sind hier die Projektleitung "Seestadt Aspern", das Menschenrechtsbüro der Stadt Wien, Einheiten der Magistratsabteilungen 26 und 34 und das Fahrservice der Magistratsdirektion untergebracht.

Das Haus gilt als besonders betroffen von Vertreibung, Mord und Raub an der jüdischen Bevölkerung. Zwischen 1939 und 1943 wohnten hier 39 jüdische Personen, wovon innerhalb eines Jahres (Oktober 1941 bis 1942) 32 in Ghettos oder Konzentrationslager deportiert wurden. Nur eine Person überlebte.

Heute erinnert daran eine Gedenktafel im Hauseingang, sie wurde im Mai 2016 enthüllt.



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Quellen