Kleeblattgasse 9

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Grund-Information
Wien08 020 (3157284524).jpg

Kleeblattgasse 9

Aliasadressen =Kleeblattgasse 9, =Kurrentgasse 10
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 434 | vor 1821: 467 | vor 1795: 259
Baujahr 1826
Architekt Josef Klee


Das Haus "Zum großen Ofenloch" - Architektur und Geschichte

Das Empirehaus wurde vom Baumeister Josef Klee für sich selbst erbaut, es ist das jüngste Haus an Seite der Kurrentgasse. Es handelt sich um ein Durchhaus - es verbindet die Kurrentgasse mit der Kleeblattgasse.

Vorgängerhäuser

1378 war das Haus in Besitz des Deutschen Ritterordens. Bekannt ist dies, weil es zwischen dem Besitzer der jüdischen Badestube und dem Ritterorden zu einem Rechtsstreit kam, bei dem es um das Fenster zum Hof der Badestube ging: Der Orden konnte durch das Hoffenster in die Badestube sehen, was ihm durch Gerichtsurteil dann auch untersagt wurde.

1421 kam das Haus im Zuge der Geserah in den Besitz von Albrecht V., der es an die Gemeinde verkaufte.

1455 besaß die linke Haushälfte der Münzmeister Valentin Liephart, der auch Stadthauptmann des Widmerviertels war, zu Beginn des 16. Jahrhunderts war es das Herbergshaus der Schneider.

Die Schneiderzunft

1340 erhielt die Schneiderzunft einen Zechbrief, der festlegte, dass acht Zunftmeister bestellt werden sollten, die für die Einhaltung der Zunftordnung verantwortlich waren. In diesem Brief wurde auch festgelegt, dass an festgelegten Feiertagen nicht gearbeitet werden darf, wann ein Geselle seinen Meister verlassen durfte, und wenn er dagegen verstieß, von keinem anderen Meister aufgenommen werden durfte. Auch geregelt wurde, dass bei Tod eines Meisters die Zunft die Leiche begleiten und ein Trauerzeichen tragen müsse.

Wo die Zunft ihren Sitz davor hatte, ist nicht gesichert, ab 1515 hatte sie ihn jedoch in diesem Haus. 1548 übersiedelte sie in Haus 347, heute Judenplatz 10.

Studentenrevolte

Vor dem Haus kam es im 16. Jahrhundert zu einer Straßenschlacht zwischen Bürgern und Studenten. Sie hatte als Konsequenz, dass den Studenten das Recht aberkannt wurde, einen Degen zu tragen.

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Bäckerei Grimm

Heute ist hier die Bäckerei Grimm, sie verkauft nach alter Tradition nur selbst erzeugtes Backwerk. Die Räume werden schon seit 1542 als Bäckerei genutzt.



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