Kumpfgasse 13

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Grund-Information
Riemergasse 16.jpg

Kumpfgasse 13

Aliasadressen =Kumpfgasse 13, =Riemergasse 16, =Singerstraße 21-25
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 816, 887, 888 | vor 1821: 866, 941, 942 | vor 1795: 897, 895, 896
Baujahr 1995
Architekt Ernst Hoffmann


Das Boarding-Haus, Zum heiligen Kreuz, Bäckerhaus - Architektur und Geschichte

Das Haus wurde erst 1995 durch Ernst Hoffmann errichtet und ersetzte einen Parkplatz, der seit 1965 anstelle der abgerissenen drei Häuser hier bestanden hatte.

Vorgängerhäuser

Bei dem Baukomplex handelt es sich, wie beim Nebenhaus Riemergasse 14, um einen Teil des ehemaligen "Kleinen Ramhof". Hier wurden die Rahmen für die Tuch- und Wollweber hergestellt und gelagert. Eines der Häuser war im 17. Jahrhundert im Besitz des Bürgermeisters Johann Lorenz Trunck von Guttenberg, er hatte es von seiner Mutter geerbt (1692 verkauft).

Haus Stadt 816, "Zum schwarzen Radl"

Hauszeichen von 1760, heute im Wien Museum [1]

Schon 1438 wurde an dieser Stelle ein Haus erwähnt.

Im Jahr 1754 war das Gebäude zwei Stockwerke hoch und gehörte dem Waagoberinspektor Joseph Radlmacher und seiner Frau Maria Franziska, nach ihnen wurde das Haus "Zum schwarzen Radl" - mit dem dazugehörigen Hausschild - benannt. 1795 riss man das alte Haus ab und errichtet einen vierstöckigen Neubau, den 9. Jänner 1902 die Stadt Wien kaufte.

Uhlhaus, Stadt 887

Ein Teil des heutigen Hauses, nämlich Kumpfgasse 13 (Stadt 887), war ein Anbau an den kleinen Ramhof und wurde Uhlhaus genannt. Seinen Namen verdankte es einem der Besitzer, Roman Uhl (1857). Das Haus wurde bereits 1360 erwähnt, damals sprach es der Stadtrichter den "Lilienfeldern" zu. 1683 wird als Besitzer die Bäckerfamilie Kampmüller angeführt, das Haus trug damals den Namen "Zum heiligen Kreuz".

Bis 1783 ist der Besitz in der Familie nachweisbar, 1800 gehörte es dem Bäckermeister Johann Georg Mehling. Er war der Vater der Anna Uhl, die Roman Uhl heiratete, der dann der genannte Hausbesitzer und ein berühmter Bäcker war.

Haus 888

Ab 1360 gehörte das Haus dem Spitalmeister des Bürgerspitals, Thomas Swaeml, der 1370/71 auch Wiener Bürgermeister war. Mitte des 17. Jahrhunderts besaß es der Kaiserliche Kammerbildhauer Peter Concorz (Chonchartz).

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus des Komponisten Johann Baptist Schenk

Johann Baptist Schenk (getauft 1. Dezember 1753, † 29. Dezember 1836, ebenhier) lebte und starb hier. Der ehemalige Sängerknabe war hauptsächlich als Komponist von Kirchenmusik tätig, hatte aber unter einem Pseudonym auch große Erfolge mit Kompositionen für das Theater ("Der Dorfbabier", 1796). Der zurückgezogen lebende Schenk arbeitete auch als Musiklehrer, er dürfte 1793 Beethoven unterrichtet haben.

Wohn- und Sterbehaus des Burgschauspielers Franz Carl Weidmann

Hier wohnte Franz Carl Weidmann (* 14. Februar 1787, Wien, † 28. Jänner 1867, ebenhier), Weidmann war im 19. Jahrhundert angesehener Burgschauspieler, war aber auch als Kritiker (zum Beispiel für Schickhs "Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode") und Autor von Bühnenstücken tätig. Er beschäftigte sich auch mit Wien, so schrieb er den "Illustrierten Fremdenführer in Wien" (1853) oder "Wiens malerische Umgebung" (1844).

Nach ihm ist die Weidmanngasse im 17. Bezirk benannt.

Lokale

Jonathan und Sieglinde

Das Lokal, das nach Erdäpfel und Äpfel benannt ist, bietet auch hauptsächlich diese Zutaten: Sowohl bei den Speisen, als auch bei den Getränken (Säfte, Moste, Sekte, Apfelweine und auch Schnäpse).[2]

Weitere Ansichten



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Quellen

  1. Reingard Witzmann: Magische Orte, Wiener Sagen und Mythen, Wien Museum, 2004, S. 20
  2. http://jonathan-sieglinde.com/
  3. Google-Maps
  4. https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/