Kriegsanleihen

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Kriege sind eine teure Angelegenheit. Zur Finanzierung - vor allem des ersten Weltkrieges - hat nicht nur der Staat gezahlt, vor allem das Volk musste tief in die Tasche greifen. Ein mögliches Mittel Geld aufzutreiben war die Kriegsanleihe.

Kriegsanleihen

Dritte Kriegsanleihe
Sechste Kriegsanleihe

Eine Kriegsanleihe ist genaugenommen ein Kredit, der vom Käufer der Anleihe dem Staat zur Finanzierung eines Krieges gewährt wird. Es gibt diese Form der Kriegsfinanzierung seit dem Mittelalter, besonders jedoch wurde diese Finanzierungsform im ersten Weltkrieg genutzt. Begleitet wurde der Verkauf der Anleihen durch gut gemachte Propaganda, gespielt wurde mit dem Patriotismus aber auch mit der Hoffnung auf Zinsen und dem Gewinn aus Reparationszahlungen bei Sieg. War der Krieg jedoch verloren. waren auch die Ersparnisse dahin.

Am 1.8.1914 schlossen die Börsen in Österreich, um den Verkauf der Anleihen anzukurbeln. Die Propaganda war so gelungen, dass die Begeisterung der Bevölkerung keine Grenzen kannte. Die Ernüchterung kam jedoch bald: Schon einen Monat später hatte das Land 400.000 Tote zu beklagen und Flüchtlinge aus dem Osten drängten über die Grenzen. Keiner hatte damit gerechnet, dass der Krieg so lange dauern würde, so wurden langsam auch die Lebensmittel knapp - eine Rationalisierung nahm man erst im Frühjahr 1915 vor. Um nun die Finanzierung zu gewährleisten, begann man vorerst dem Mangel mit kreativen Ideen zu begegnen. So wurde eine Holzfigur am Schwarzenbergplatz aufgestellt, der mit Nägeln beschlagen zum "Eisenmann" wurde. Jeder Nagel kostete, damit bestand schon eine Einnahmequelle (mehr dazu unter: Ebendorferstraße 2, wo der genagelte Mann heute noch steht).

Da das bei Weitem nicht ausreichte, wurden weitere Staatsanleihen ausgegeben, in Summe 25 im Laufe des Krieges. So wurden 51 Milliarden Kronen aufgebracht - ein ganzes Volk hat seine Ersparnisse dafür geopfert. [1]



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Quellen

  1. Wiener Geschichtsblätter, Wien Archiv, Tradition und Volksleben, Blatt W06065