Kategorie:Ringstraße

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THEMA: RINGSTRASSE was ist hier zu finden
Ringteile.png
Startend von der Urania führt die Ringstraße im Uhrzeigersinn über folgende Abschnitte:

Stubenring | Parkring | Schubertring | Kärntner Ring | Opernring | Burgring | Dr.-Karl-Renner-Ring | Universitätsring | Schottenring | Franz-Josefs-Kai


Die Entstehung des Rings

Die Ringstraße ("Der Ring") umschließt heute den Ersten Bezirk, genaugenommen ist sie nur U-förmig, die nordöstliche Seite ist vom Donaukanal umgrenzt und vom Franz-Josefs-Kai begleitet. Die Straße ist 6,5 Kilometer lang und 57 Meter breit.

Entstanden ist die Ringstraße durch den Beschluss von Kaiser Franz Joseph I., der am 20.12.1857 entschieden hatte, die Befestigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert mit ihren Basteien und Glacis zu demolieren. Das Ziel des Kaisers war, damit die Vorstädte und den damit entstehenden starken Verkehr in den Griff zu bekommen, dafür sollte eine Prachtstraße die Mauern ersetzen.

Die Eröffnung des Rings fand feierlich am 1.5.1865 statt.

Die Abgase des Autoverkehrs, der sich täglich hier durchwälzt, würden wahrscheinlich unerträglich sein - würden nicht entlang dieser Straße 2.356 Bäume beide Straßenseiten säumen. Zusätzlich gibt es in Summe 20 Hektar Parkflächen, die an den Ring angrenzen.

Schnellrundgang über die Ringstraße

Die auffälligsten Häuser werden hier kurz erwähnt, weitaus mehr Details können unter den einzelnen Straßenabschnitten und Häusern nachgelesen werden. Die Runde kann mit Straßenbahnen oder zu Fuß erlebt werden. Wenn man die Runde per Tram vorzieht, wird ein Einstieg in die Linie 2 am Julis-Raab-Platz (bei der Urania) empfohlen, die Runde verläuft im Uhrzeigersinn.

Stubenring

Das erste Haus der Ringstraße ist das ehemalige Kriegsministerium, erbaut von Ludwig Baumann, es fällt durch den großen Doppeladler auf. Vor dem Tor steht das Radetzky-Denkmal.

Gegenüber - wenn man durch den Georg-Coch-Platz sieht - liegt das Postsparkassengebäude von Otto Wagner.

Nun wieder linker Hand sieht man das Gebäude der Angewandten, heute Kokoschka-Universität und das danebenliegende MAK (Museum Angewandter Kunst).

Auf Seite der Inneren Stadt sieht man das Café Prückel, an etwa dieser Stelle befand sich eines der vier Haupttore in die Stadt: Das Stubentor. Die Reste der Stadtmauer können hier noch betrachtet werden.

(Halt der Straßenbahn bei Station Stubentor)

Parkring

Benannt ist dieser Abschnitt nach dem Stadtpark, der die gesamte linke Seite dieses Ringabschnittes begrenzt; kurze Zeit war er nach Kaiser Wilhelm ("Kaiser-Wilhelm-Ring") benannt. An der rechten Straßenseite befinden sich mehrere Palais (Gelfert, Leitenberger, Dumba, Erzherzog Wilhelm, Henckel-Donnersmarck), dazwischen der Neubau des Hotels Marriott.

(Halt der Straßenbahn bei Station Stubentor)

Schubertring

Der nun folgende Teil des Rings ist nach dem Komponisten Franz Schubert benannt, er schließt mit dem Schwarzenbergplatz ab. Früher war Graf Kolowrat-Liebsteinsky, der hier sein Palais hatte, für die Namensgebung "Kolowrat-Ring" verantwortlich.

Kärntner Ring

Die leichte Erhöhung der Straße folgend kommt man hier am Hotel Imperial (linker Hand) vorbei, schräg gegenüber liegt das Grand Hotel. Das Ende des Abschnittes künden die Ringstraßen-Galerien an, die im Palais Gomperz angesiedelt sind. Die Namensgebung erfolgte nach dem zweiten großen Stadttor, dem Kärtnertor, zwischen 1917 und 1919 nannte man den Abschnitt auch "Kaiserin-Zita-Ring" (nach der letzten kaiserlichen Habsburgerin).

Im Jahr 2011 gab es einen kleinen Eklat auf diesem Teilstück des Rings: Ein Biotechnologie-Student hatte zwischen Grand Hotel und Schwarzenbergplatz eine Hanfplantage angelegt. Die Pflanzen dürften recht lange unentdeckt vor sich hingewachsen sein, denn erst Ende Juli erntete die Polizei das Haschisch, nachdem ein Taxifahrer bereits einige Wochen zuvor darauf aufmerksam gemacht hatte.[1]

Opernring

Der Beginn des Opernrings ist die Staatsoper, die dem Abschnitt auch seinen Namen gegeben hat. Gegenüber lag der Heinrichhof, der im Zweiten Weltkrieg zerbombt wurde, und durch einen Neubau ersetzt wurde. Gegenüber dem Robert-Stolz-Platz liegt das prächtige Palas Schey, an das der Burggarten anschließt. Auch dieser Ring hatte zwischen 1917 und 1919 einen anderen Namen: "Kaiser-Karl-Ring".

Burgring

Zwischen Kunsthistorischem Museum und der Neuen Burg beginnt dieser Ringabschnitt. Es folgt das Äußere Burgtor, auf der anderen Straßenseite das Naturhistorische Museum und das Palais Epstein. Bis 1940 und nach 1949 hieß der Ringteil "Dr.-Ignaz-Seipel-Ring", in der Zeit dazwischen "Josef-Bürckel-Ring".

Dr.-Karl-Renner-Ring

Das kürzeste Stück der Ringstraße bietet links das Parlament mit der Statue der Pallas Athene, recht liegt der Schmiedeeisenzaun des Volksgartens.

Universitätsring

Der ehemalige "Franzensring" hatte schon zahlreiche Namensänderungen hinter sich, bis er seine heutige Bezeichnung nach der Universität (links) erhielt. Gegenüber dem Rathauspark und dem Neuen Rathaus ist das Burgtheater zu sehen, daneben gleich das berühmte Café Landtmann im Palais Lieben-Austerlitz.

Schottenring

Der streckenmäßig längste Teil des Rings ist der Schottenring, der nach dem hier gelegenen Stadtviertel (Schottenviertel) und dem Schottentor benannt ist. Er beginnt nach der Universität und bietet links einen Blick in den Sigmund-Freud-Park und die neugotische Votivkirche, die bereits im 9. Bezirk liegt. Rechts liegt das Palais Ephrussi und die Wiener Börse. Links stand früher das Ringtheater, das ausbrannte und dabei unzählige Todesopfer forderte. Am Deutschmeisterplatz liegt die Polizeidirektion.

Franz-Josefs-Kai

Der "unechte" Ringteil beginnt am Ringturm, dem zweiten Hochhaus der Innenstadt. Der Weg führt vorbei am Morzinplatz (Hotel Metropole und ehemaliger Sitz der Gestapo) zum Schwedenplatz, der nahezu nur aus modernen Häusern besteht, weil hier die Zerbombung im Zweiten Weltkrieg den größten Schaden angerichtet hat. Am Ende der Ringrundfahrt landet man bei der Sternwarte Urania.

Benennung der Abschnitte im Laufe der Jahre


Vor der Ringstraße: Die Basteien

Bevor die Ringstraße entstand, befand sich hier die Stadtummauerung. Der Wall - auch Bastei genannt - war im 19. Jahrhundert schön bepflanzt und diente den Wienern als "Lust-Wandel-Bahn". Mehr dazu ist unter Stadtmauer zu erfahren.


Quellen

  1. http://www.news.at/a/cannabis-hasch-ring-303071