Kategorie:Brücken

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THEMA: BRÜCKEN was ist hier zu finden
Schwedenbrücke Rot - panoramio.jpg
Im ersten Bezirk gibt es erstaunlich viele Brücken, sie führen über den Donaukanal, den Wienfluss oder auch über bereits ausgetrocknete oder unterirdisch verlegte Flussbecken, wie die Hohe Brücke.


(Bild: Schwedenbrücke)


Donaukanalbrücken

Wienflussbrücken

  • ehemalige Elisabethbrücke - sie verband den 1. mit dem 4. Bezirk. Die 1854 errichtete Brücke am Karlsplatz ersetzte eine Steinbrücke, die bereits 1404 urkundlich erwähnt wurde. Seit 1900 war sie nicht mehr erforderlich, der Wienfluss wurde an dieser Stelle eingewölbt.
  • ehemalige Schwarzenbergbrücke - verband den 1. mit dem 3. und 4. Bezirk. Auch sie wurde durch Einwölbung des Wienflusses 1900 überflüssig.
  • ehemalige Tegetthoffbrücke - verband den 1. mit dem 3. Bezirk und wurde 1872 als eiserne Bogenbrücke errichtet. Teile dieser Brücke wurden nach deren Abriss (Einwölbung des Wienflusses) für die Errichtung der Kleinen Ungarbrücke verwendet.
  • Kleine Marxerbrücke - Kleine Brücke zwischen dem Stadtpark und der Einmündung des Wienflusses in den Donaukanal
  • Kleine Ungarbrücke - entstand etwas versetzt statt der Tegetthoffbrücke.
  • Stadtparksteg - ehemalige Karolinenbrücke - verbindet ebenfalls den 1. und 3. Bezirk.
  • Stubenbrücke - die Brücke in den 3. Bezirk ist aus dem Jahr 1800, an dieser Stelle gab es bereits 1402 eine Steinbrücke.
  • Zollamtssteg - Der Holzsteg, der in den 3. Bezirk führt, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet.
  • Radetzkybrücke - die letzte der Brücken, die in den 3. Bezirk führt, wurde 1855 errichtet. Davor war hier eine hölzerne Jochbrücke zu finden.

Innenstadtbrücken

Wien am Fluss

Wien ist keine Brückenstadt, wie etwa Paris oder Prag. Die Donau fließt eher vorbei, als durch Wien durch, vielmehr ist noch der Wienfluss als Fluss der frühen Stadt zu bezeichnen.

Der Wienfluss verlief im Hochmittelalter etwa in dem Bereich, wo heute der südliche Arm des Donaukanals liegt. Er wurde mit Schiffen befahren und lieferte den Wienern damit Waren und Fische. Aber dieser Fluss hatte ein Eigenleben, bahnte sich in der Landschaft seinen Weg und war fast nicht zu regulieren. Die Tiefe des Flusses wurde durch seine Ausbreitung immer geringer, sodass kaum mehr Schiff fahren konnten. Um diesen Zustand zu beheben, wurden im 14. und 15. Jahrhundert mehrfach versucht die Versandung aufzuhalten, man berief Spezialisten aus Augsburg (Kaspar Hertneid) und investierte viel in Ausbaggerversuche. An diese Zeit mit Sandbänken erinnert noch der Name "Salzgries", Gries bedeutet so viel wie Sand - nur Schiffe ohne Tiefgang konnten hier anlegen.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die erste feste Brücke über den Fluss geschlagen, eine Schlagbrücke, die den Laurenzerberg mit der Taborstraße verband (etwa im Bereich der heutigen Schwedenbrücke), sie war damals 96 Schritt lang (laut Wolfgang Schmelzl 1549).

Die meisten Brücken, die über den Wienfluss entstanden, wurden von den Anrainern selbst errichtet. Es handelte sich um hölzerne Stege, die bei Hochwassern beschädigt oder fortgerissen wurden, die Erhaltung war also sehr aufwendig. Man ging dazu über, steinerne Brücken zu errichten. die erste dieser Art war eine Bogenbrücke vor dem Stubentor (Stubenbrücke). Sie wurde unter Albrecht IV. zwischen 1400 und 1402 erbaut. Die zweite Brücke stand vor dem Kärntnertor (die späteren Elisabethbrücke).

Viele der befestigten Wienflussbrücken, die dann entstanden, verschwanden wieder, als der Wienfluss um 1900 eingewölbt wurde.