Kärntner Ring 17

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Grund-Information
Kaerntnerring17.jpg

Kärntner Ring 17

Aliasadressen =Kärntner Ring 17, =Schwarzenbergstraße 12
Ehem. Konskriptionsnummer keine - Glacis vor der Wasserkunstbsastei
Baujahr 1861-1863
Architekt Wilhelm Westmann


Das Haus - Architektur und Geschichte

Der Bau wurde von Westmann entworfen und 1861 realisiert.

Die Internationale Apotheke, ehemals "Zum goldenen Adler"

Die Internationale Apotheke wurde bereits 1870, damals noch als Apotheke "Zum goldenen Adler", gegründet. Damals war sie im Haus Kärntner Ring 18 untergebracht. Bereits zu dieser Zeit waren in der Apotheke auffällig viele Ausländer tätig (vor allem Italiener, aber auch Leute aus Stockholm, Altona oder Paris). Daraus ergab sich eine Vielsprachigkeit, womit sie sich rasch zu einer begehrten Anlaufstelle für Touristen aus den umgebenden Hotels Bristol, Imperial und Grad Hotel entwickelte. Aber auch der Adel aus den Palais der Gegend bevorzugte die Apotheke, die im Jahr 1900 in 9 Fremdsprachen bedienen konnte. [1]

Lehmann beschrieb den Betrieb in seinem Branchenverzeichnis von 1893 so: "English & foreign chemis. Depot aller in- und ausländischen pharmaceutischen Spezialitäten, hygienischen und Toiletteartikeln, Lager aller Medicinal-Weine, Rum, Cognac etc. Maison de correspondence: Roberts & Co. Paris: 5 Rue de la Paix, London: 76 New Bond St".

1911 übersiedelte sie an diesen Standort. Die Apotheke wurde 1910/1911 durch den Architekten O. Prutscher ausgestattet.

Lokale

Café Schwarzenberg

Das Kaffeehaus um 1900
Das Cafè heute
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Ecke Ring, Schwarzenbergstraße befindet sich seit 1861 eines der wenigen "alten" Kaffeehäuser.

Eröffnet wurde das älteste Ring-Cafè von Johanna und Raimund Hochleitner, die es nach dem Denkmal benannten, das am 20. Oktober 1867 enthüllt wurde. Das Lokal war damals der Endpunkt des Ringstraßenkorsos, der feinen Gesellschaft, die bei Schönwetter von der Sirk-Ecke bis hier her spazierte.

1920 erwarb das Kaffeehaus Otto Waltersam, der auch das Cafè im Philipphof besaß. In dieser Zeit zählten Wirtschaftsbosse zu den Stammgästen, es handelte sich damit um die jüdische Gesellschaft.

Auch die NS-Zeit ging nicht spurlos an dem Lokal vorüber, 1938 wurde es in "Café Deutschland" umbenannt, die jüdischen Gäste wurden durch Offiziere ersetzt. Nach dem Krieg zählten Russen zu den Stammgästen, die aus dem Imperial gegenüber hierher Kaffee trinken kamen.

Seit 1979 ist das Kaffeehaus im Besitz der Stadt Wien (Wiegast) und ist als Konzert-Cafè bekannt.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohnhaus des Schauspieler Helmut Qualtinger

1945 wohnte in dem Haus der Schauspieler und Kabarettist Helmut Qualtinger.



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Quellen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 18