Schultergasse 2

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Grund-Information
Hoher Markt 6.jpg

Schultergasse 2

Aliasadressen =Schultergasse 2 =Wipplingerstraße 1, =Hoher Markt 6, =Tuchlauben 27
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 390, 392, 397, 398, 399, 444 | vor 1821: 421, 422, 423, 478, 425, 430, 431, 477 | vor 1795: 282, 283, 284, 285, 287, 279, 280, 281
Baujahr 1884
Architekt Eduard Schmidt, Heinrich Schmidt


Das Haus - Architektur und Geschichte

Eingangsbereich des Hauses

Der heutige große Bau wurde von den Brüdern Eduard und Heinrich Schmidt errichtet. Das an drei Seiten freistehende Wohn- und Geschäftshaus wurde im Stil der Wiener Neo-Renaissance gestaltet. Die damaligen hübschen Formen sind aufgrund des Sockelumbaus leider zerstört worden.

Die Brüder Schmidt hatten 1875 sämtliche kleinen Häuser, die hier gestanden waren, gekauft und abgerissen.

Vorgängerhäuser

Die Ansammlung der ursprünglich 8 Häuser grenzte bis ins 15. Jahrhundert an die ehemalige Judenstadt. Hinter ihnen verlief die Mauer, die das Ghetto von der restlichen Stadt abgrenzte.

Haus 390, Wipplingerstraße 1

Ehemals standen hier vier Häuser (alt: 421, 422, 423 und 478), die alle um 1370 erstmal erwähnt wurden.

Dokumentierte Besitzer des Hauses 421 waren:

  • der Ratsherr Johannes von Segenberg, dessen Witwe das Haus am 24. April 1371 verkaufte.
  • Jorg Rorer kaufte das Haus und den Keller, der vorher dem Bürgerspital gehört hatte
  • der Hofhutmacher Richard Fauconet erbte es 1684 von seiner Frau
  • die Familie Felbermeyer ist 1701 erwähnt
  • Johann Georg Reich Junior, ein Handelsmann, ersteigerte es (und auch die danebenliegenden Häuser) 1797. Er ließ alle vier Gebäude 1801 abbrechen und stattdessen ein neues mit dem Schildnamen "Zum weißen Rössel" erbauen.

Haus 397 und 398, Schultergasse

Beide an der Schultergasse gelegenen Häuser wurden 1884 abgerissen. Haus 397 dürfte ein Wirtshaus gehabt haben (Schankrecht), Haus 398 gehötte diversen Versorgungsanstalten und dem Bürgerspital, bis es 1858 als "Grundarmenhaus in der Leopoldstadt" benannt wurde.

Haus 444, Tuchlauben 27

Im Mittelalter standen hier noch zwei Häuser, die beide 1362 erstmals erwähnt wurden, aber meist den gleichen Besitzer hatten. Um 1668 dürfte der Besitzer der Äußere Rat und Apotheker Daniel Müller gewesen sein, der hier die Apotheke "Zum Schwarzen Mohren" betrieb.



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Quellen