Grünangergasse 2

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Grund-Information
Grünangergasse 2.jpg

Grünangergasse 2

Aliasadressen =Grünangergasse 2, =Schulerstraße 14, =Domgasse 9
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 850 | vor 1821: 900 | vor 1795: 843
Baujahr 1899
Architekt Anton Lang


Das Gebäude - Architektur und Geschichte

Das heutige Gebäude wurde 1899 von Anton Lang entworfen. Die Vorgängerhäuser waren meist Schulen gewidmet.

Vorgängerhäuser

Herzog Albrecht III. tauschte 1384 ein Haus, das er in der Schulerstraße hatte, gegen dieses hier ein – sein Tauschpartner war der Bischof Johann von Gurk - und gründete die Juristenschule.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Juristenschule.bmp Juristenschule An der Stelle dieses Hauses stand

vom Jahre 1589 bis zum Jahre 1765
die Juristenschule der Universität
samt den zwei Kapellen des Hl. Ivo

Die Gedenktafel, die hier angebracht ist, ist nur teilweise richtig: Hier war zwar die Juristenschule, jedoch nicht bis 1765 sondern bis 1627, da brannte sie nämlich restlos ab. Dabei gingen auch sämtliche Fakultätsakten verloren.

1754 wurde das neu erbaute Haus den Jesuiten (in Person des Ludwig Deibel) übergeben, die daraus ein Büßnerinnenhaus für reumütige Sünderinnen machten. Diese Besserungsanstalt für Dirnen („die aus reumüthiger erkenntnuß ihres unheyl dem sündenleben Adieu sagen wollten“) musste bereits nach fünf Jahren geschlossen werden.

1759 kaufte Bischof Migazzi das Gebäude, um daraus ein Priesterhaus zu machen, da er dieses dann schlussendlich in der Singerstraße 3 einrichtete (im Haus "Zum roten Apfel"), wechselte das Gebäude wieder den Besitzer, diesmal (1761) kauften es die Piaristen. Sie richteten darin ebenfalls eine Schule ein, die bis 1788 bestand.

Die Ivo-Kapellen

Es ist auch richtig, dass hier zwei Kapellen standen, die dem Heiligen Ivo - dem „Advokat der Armen“ – gewidmet waren (die Weihe fand 1474 statt), sie stellten die Trennung nach kaiserlichem und heiligem Recht dar. Als die Kapellen abbrannten, wurde stattdessen eine Kirche mit Turm und Glocke hier errichtet – die 1790 abgetragen wurde.

Sowohl Haus als auch Kirche kaufte der griechische Kaufmann Christof Nako, der daraus ein Zinshaus gestaltete und die Kirche abreißen ließ.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus des Landschaftsmalers Florian Joseph Altmann

In dem Haus lebte der Maler Florian Joseph Altmann ( * 29. November 1795 Wien, † 7. Juni 1867, ebenhier). Altmann war auf Aquarelle und Ölbilder spezialisiert und malte Landschaften und Alltagsszenen. Später leitete er auch Kunstauktionen und betätigte sich als Gemälderestaurator.



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Quellen