Friedrich-Schmidt-Platz 8-9

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Grund-Information
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Aliasadressen =Friedrich-Schmidt-Platz 8-9, =Landesgerichtsstraße 10, =Rathausstraße 9
Ehem. Konskriptionsnummer xxx
Baujahr 1882
Architekt Ladislaus Boguslawski


Architektur und Geschichte

Das auf drei Seiten freistehende Arkadenhaus (Seitenfronten: 1., Landesgerichtsstraße 10, und 1., Rathausstraße 9) wurde 1882/1883 von Ladislaus Boguslawski errichtet. Dass das Haus mit Arkaden zu bauen war, hatte der Stadterweiterungsfonds für das ganze Rathaus-Arkadenensemble vorgegeben. Es ist ein Beispiel eines bedeutenden späthistoristischen Hauses in altdeutschen und Renaissanceformen. Die Fassade besitzt seichte Seitenrisalite mit hohen Giebeln und überkuppelte Eckerkertürmchen, die durch Halbsäulen und Karyatidhermen gegliedert sind. Der Arkadengang ist kreuzrippengewölbt und durch Malereien verziert. An den Seitenfassaden liegen stuckierte Einfahrten mit Pilastergliederung, Ädikulen und Kassettendecken. Zum Stiegenhaus führen Doppelmarmorsäulen, die Holztüren sind mit Ätzglasverzierungen geschmückt. Im Hof befinden sich Pawlatschen.

Das Haus befand sich im Eigentum des Landes Niederösterreich, das bis 1920 auch Wien umfasste, und wurde bei der Aufteilung des Landeseigentums auf die beiden Bundesländer Wien und Niederösterreich ohne Wien im Trennungsgesetz, das der Wiener und der niederösterreichische Landtag übereinstimmend beschlossen, Ende 1921 dem Land Wien zugeteilt. Im Haus ist heute die Wiener Planungswerkstatt des Magistrats untergebracht, die im Erdgeschoß Ausstellungsräume betreibt. Der Bau steht unter Denkmalschutz.


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