Bauernmarkt 20

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Grund-Information
Hoher Markt Vienna 2009.JPG

Bauernmarkt 20

Aliasadressen =Bauernmarkt 20, =Fischhof 1, =Hoher Markt 12, =Rotgasse 1-7, =Lichtensteg 4
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 513, 523, 524, 525 und 526 | vor 1821: 553, 563, 564, 565, 566 | vor 1795: 503, 513, 514, 515, 516
Baujahr 1910-1912
Architekt Ernst Gotthilf und Alexander Neumann


Der Ankerhof - Architektur und Geschichte

Das Haus ist über eine Kunstbrücke mit dem Gebäude Hoher Markt 10-11 verbunden, in diese Brücke ist die Ankeruhr integriert.

Die teuerste Wohnung Wiens

Heute ist hier die teuerste Wohnung Wiens zu finden, das Palais Principe. Die Helvetia Versicherung verkaufte den zweigeschößigen Dachausbau um 34 Millionen Euro. Zentrum der Wohnung ist ein 160 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit Blick über den Hohen Markt und offenem Kamin. Von hier kann man auf eine der Dachterrassen gelangen, hier eine 80 qm große mit Whirlpool, von der aus man den Blick zum Stephansdom genießen kann. Die untere Etage besteht aus drei Schlafzimmern und Luxusbädern, natürlich ist die Wohnung mit einem Privatlift aus der Tiefgarage direkt befahrbar.

Der 5. Stock befindet sich im Besitz des russischen Bankiers Alexey Ananiev, ein weitere Nachbarn im Haus sind der ukrainische Stahlmagnat Olexiy Martynov und Horst Pichlmüller, Chef der Osiris Haustechnik.

Ateliertheater an der Rotenturmstraße

Im Haus war ein Theater, das von Herbert Lenobel gegründete wurde. Das kleine "Ateliertheater an der Rotenturmstraße" war in die Räume des ehemaligen Kabarett "Alraune" eingezogen und wurde am 29. Oktober 1953 mit der Komödie „Oh, diese Geschichte!" eröffnet. Bereits 1954 musste es wieder schließen, es kam kein Publikum.

Vorgängerhäuser

Haus 523 "Im Winkel", "Zur Wildgans"

1327 wird das Haus mit dem Namen "Im Winkel" erwähnt. Mitte des 16. Jahrhunderts siedelte sich hier die Apotheke "Zum roten Krebsen" an, die 1676 ins Haus 524 übersiedelte.

1722 kaufte Jakob Wildgans, ein Vorfahre von Anton Wildgans, das Haus und eröffnete hier das Wirtshaus "Zur Wildgans". Am Haus war ein Schild angebracht mit dem Spruch:

“Lieber Gast, komm schnell zu mir, hast Du Geld, so schenk ich Bier,
hast Du keins, so mußt Du laufen, dort beim Brunnen Wasser saufen!”

Haus 524 "Ziegelhaus"

Das Haus wird 1327 genannt, seinen Namen erhielt es von der noch unüblichen Ziegelbauweise des Daches. Eigentlich hatte Ferdinand I. schon im Jahr 1526 befohlen, Dächer nicht mehr mit Stroh oder Holz zu decken, da die Brandgefahr zu hoch war, durchsetzen konnte sich mit dieser Forderung (allerdings mit dem Ziel der Verschönerung) Karl VI. (1711-1740) durch. Ab 1690 war in dem Haus die Apotheke "zum roten Krebsen" zu finden, weshalb es auch den Namen "Krebsenhaus" hatte. Das Haus wurde 1836 durch einen Neubau ersetzt.

Haus 525 "Schmerhaus"

Das 1279 erstmals erwähnte Haus war das Zunfthaus der Schmerber, also der Händler mit Schmalz, Talg und Speck. In dem Haus befand sich auch eine "Schmerwaage", die Verkaufstische standen vor dem Haus. 1452 findet sich daher auch der Name "Schmergrübel", um 1750 "Zur silbernen Schlange". Diesen Namen erhielt das Haus von dessen neuem Besitzer Jacob Jagatitsch, der sein Verkaufsgewölbe so nannte.

Haus 526 "Taschnerhaus"

1350 wurde das Haus erstmals erwähnt und war damals das Zunfthaus der Taschner. 1841 wurde das gotische Haus von der Stadt Wien gekauft und abgerissen, um die Passage zu erweitern.



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