Färbergasse 3

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Grund-Information
Färbergasse 04.JPG

Färbergasse 3

Aliasadressen =Färbergasse 3
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1821: 333 | vor 1821: 361 | vor 1795: 296
Baujahr 1802, Umbau: 1831
Architekt Leopold Rieder, Umbau: Georg Schiemann


Zum roten Säbel - Architektur und Geschichte

Das heutige Haus wurde 1802 erbaut, die Vorgängerbauten hatten jedoch eine Geschichte;

Vorgängerhäuser

Bis 1421 war das Haus Teil der Judenstadt und wurde 1423 von der Stadt verkauft. Zwischen diesem Gebäude und dem gegenüberliegenden Haus 335 (heute Färbergasse 6 und 9) spannte sich das Judentor, einer der vier Eingänge in das Ghettos, die es von der restlichen Stadt trennte.

Das Haus dürfte von einer Messstiftung gekauft worden sein, denn 1444 scheint in den Urkunden auf, dass es von zwei Priestern verkauft wurde, die im Auftrag der Stiftung gehandelt hatten.

1509 brannte das Haus ab, es wurde berichtet, es sei „verdorben und verbrunnen“, nachdem auf dem Haus Schulden lagen, hatte die Stadt 1513 die Brandruine um 80 Pfund Wiener Pfennig verkauft.

Der Säbelkeller

Das Haus „Zum roten Säbel“, das ab 1684 im Besitz der Erben Grinwaldi war, ist nach dem Wirtshaus benannt, das sich hier befand: dem tiefen Weinkeller „Säbelkeller“, in dem auch der Liebe Augustin Stammkunde gewesen sein soll. Das beliebte Lokal war mit Wandmalereien dekoriert, in einer Nische war sogar der Liebe Augustin abgebildet. Als das alte Haus abgerissen wurde, übersiedelte der Säbelkeller in die Schwertgasse 4, endgültig wurde das Lokal – mit einer großen Abschlussfeier – am 17.2.1898 geschlossen.



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