Elisabethstraße 18

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Grund-Information
Elisabethstraße 18.JPG

Palais Mayr

Aliasadressen =Elisabethstraße 18
Ehem. Konskriptionsnummer 1291
Baujahr 1862
Architekt Johann Romano, August Schwendenwein


Das Haus - Architektur und Geschichte

Das Palais Mayr, ehem. Baudirektion ÖBB - Architektur und Geschichte

Das Palais Johann Mayr wurde 1862 im Stil der Neorenaissance erbaut. Einige Zeit hatte auch Katharina Schratt hier gewohnt. 1919 erwarb es der jüdische Fabrikant Ferdinand Bloch-Bauer, dem es 1938 von den Nazis entzogen wurde. Das arisierte Haus wurde von der Deutschen Reichsbahn genutzt, ab 1945 war hier und im Nebenhaus Nummer 20 der Sitz der Baudirektion der ÖBB. 2005 zog das Unternehmen aus, da das Gebäude von einer Erbin von Bloch-Bauer eingefordert wird.

Das Restitutionsverfahren

Maria Altmann, die Großnichte von Bloch-Bauer, verklagte die Republik auf Rückgabe des Palais, das mittlerweile einen Wert von vier bis fünf Millionen Euro hat. Angeblich sei das Haus vor dem Krieg mit wertvollen Kunstschätzen ausgestattet gewesen, die mittlerweile zum Beispiel im Belvedere ausgestellt seien, wie zwei Skulpturen des Bildhauers Georges Minne.

Zu der angestrebten Rückgabe gab es bereits in den 1950er Jahren eine Entscheidung, damals hatten die Erben als Ablöse für das Palais 1,5 Millionen Schilling erhalten. Da diese Entscheidung an ein Finanzschuldnerverfahren von Bloch-Bauer geknüpft war, das ein Nazi (Guido Walcher) angezettelt hatte, hatte die Republik im ersten Verfahren entscheiden, dass zur Tilgung der Finanzschulden die Anteile der Zuckerfabrik verwendet würden – die Erben hatten jedoch im Tausch für die Aktien das Palais abgegeben, und sich die Zuckerfabriks-Anteile behalten. Von all dem will der Anwalt von Altmann heute nichts mehr wissen, er war auch schon bei der Rückforderungen von fünf Klimt-Bildern erfolgreich. Aus der Galerie Belvedere wurde zum Beispiel die „Goldene Adele“ bereits nach New York abgegeben. Die ÖBB ist seither in Warteposition, das Haus steht bis dahin leer.



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Quellen