Die Ost-Seite

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Die Ost-Seite

Der Albertinische Chor

Der Ostteil des Doms besteht aus einem dreischiffigen Chor, der nach Albrecht II. benannt ist. Er wurde zwischen 1304 und 1340 errichtet und wurde – um die anderen Bautätigkeiten nicht zu behindern – um das bestehende romanische Presbyterium herum gebaut. Erst nach Fertigstellung der Bauarbeiten wurde dieses dann abgerissen.

Das Lacknersche Ölbergrelief

Das Ölbergrelief [1]

Das Relief, das den Ölberg zeigt, stammt vermutlich aus dem Jahr 1440.

Grabstein des Mathias Cornax

Der Grabstein, der sich hier findet, könnte der von Mathias Cornax (*1508 in Olmütz, Mähren, (Olomouc, Tschechische Republik), +29. November 1564 in Wien) sein (nicht bewiesen!), er war ein bekannter Wiener Arzt und Apotheker.

Der Zahnweh-Herrgott

In der „Armenseelennische“ steht der Zahnweh-Herrgott. Zahnweh war im Mittelalter sehr gefürchtet, weil die Behandlung im „Herausbrechen“ bestand.

Die Sage Die Legende vom Zahnweh-Herrgott
Zahnwehhergott.jpg

An einem feuchtfröhlichen Abend kamen die drei Trunkenbolde Diepold, Georg und Wendelin an dem Herrgott vorbei. Lallend machten sie sich über die Statue lustig: „Seht her, der Knabe hat Zahnschmerzen“, „Kein Wunder, wenn er täglich im Zug steht!“. Einer nahm sein Tuch vom Hals, und wickelte es dem Herrgott so um den Kopf, dass die Backen bedeckt waren.

In der selben Nacht bekamen alle drei schreckliche Zahnschmerzen. Es half nichts dagegen, selbst der Arzt war ratlos. Da erkannten die Drei, dass sie für ihre Lästerung betraft wurden. Eilig liefen sie zum Steffl und leisteten kniend vor der Statue Abbitte. Selbst zum Gespött der Leute geworden, verschwanden die Zahnschmerzen jedoch. Seither spricht man vom Zahnweh-Herrgott.

Die traurige Figur wurde 1625 durch den Hofmeister der Laurenzerinnen, Wolf Salzmann, errichtet.

Das Donhausersche Fresko

Zur rechten Seite des traurigen Herrgotts ist das "Donhausersche Fresko" zu sehen. In den 1970er Jahren entdeckte man, dass das Gemälde Zerstörungen ausgesetzt war, die durch ausströmende Warmluft aus den Katakomben ausgelöst wurde. Die Kondensfeuchtigkeit ließ das Fresko immer mehr verblassen. Die Lüftungsöffnungen von der Herzogsgruft wurden daher damals unter eine bestehende Stufe verlegt. [2]

Zur linken Seite der Statue sieht man drei Passionsreliefs, die wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert stammen.

Passionsfresken

Die Passionsfresken

Beim weiteren Rundgang Richtung Südturm entdeckt man an der Außenfassade des Winterchores (früher die Schatzkammer) sechs Passionsfresken aus dem 15. Jahrhundert (von links nach rechts):

  • Christus vor Kaiphas,
  • Geißelung,
  • Dornenkrönung,
  • Ecce homo Szene,
  • Verurteilung durch Pilatus,
  • Kreuztragung

Todesangst Christi

In der anschließenden Nische trifft man auf eine, für österreichischen Boden sehr charakteristische, szenenreiche Todesangst-Christi-Darstellung aus der Zeit der späten Gotik, die ganz aus dem Erlebnis der Wiener Passionsspiele gestaltet ist. Das große Epitaph (Epitaph = Gedächtnismal für einen Verstorbenen) wurde vom Kirchenmeister Lienhart Lackner und seiner Gattin Magdalena gestiftet. Vor der Stadtansicht ist die Verhaftungsszene und die schlafenden Jünger zu sehen.


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Quellen