Desider-Friedmann-Platz

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Desider-Friedmann-Platz

Desider-Friedmann-Platz 02.JPG

Benennung 1990
Benannt nach Desider Friedmann, Präsident der Kultusgemeinde
Straßenlänge 24,43 Meter[1]
Gehzeit 0,29 Minuten
Vorherige Bezeichnungen Teil des Fleischmarkts


Namensgebung und Geschichte

Der Desider-Friedmann-Platz wurde am 18.1.1990 nach dem Rechtsanwalt und Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Desider Friedmann (1880 – 1944, in Ausschwitz gemeinsam mit seiner Frau Ella ermordet) benannt – vorher war der Bereich Teil des Fleischmarktes.

Seit einigen Jahren wird anlässlich des Chanukka-Festes auf diesem Platz ein großer Chanukka-Leuchter aufgestellt.

Dreifaltigkeitshof

1204 befand sich auf diesem Areal der Dreifaltigkeitshof. 1326 wurde in diesem ehemaligen Haus, das als düster und unheimlich beschreiben wurde, eine Dreifaltigkeitskapelle errichtet, die dem Haus seinen Namen gab. Die Kapelle wurde 1784 aufgelassen. Im Haus befand sich ein Wirtshaus, das hauptsächlich von jüdischen Hausierern (Händlern?) frequentiert wurde [2]

Später waren hier die Häuser Judengasse 10 und 12, die 1910 abgerissen wurden. Damals entstand hier das freie Areal und die Fleischmarktstiege (heute die Jerusalem-Stiege).

Gedenktafel an die Opfer des Anschlags palästinensischer Terroristen

1981 kam es hier zu einem Attentat palästinensischer Terroristen, woran die Gedenktafel erinnert:

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Desider-Friedmann-Platz 06 Nr. 1.JPG Attentat palästinensischer Terroristen Am 29. August 1981 (29.Av 5741) starben an dieser Stelle

die IKG-Mitglieder Nathan Fried s.A und Sarah Kohut s.A.
durch Kugeln palästinensischer Terroristen.

Ehre ihrem Angedenken
Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs

(s.A. = seligen Angedenkens)

Häuser des Platzes

Desider-Friedmann-Platz 01



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Quellen

  1. Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at
  2. Eugen Messner: Die Innere Stadt Wien. Österr. Bundesverlag, 1928, Leipzig. S. 60