Dampfschiffstraße 18

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Haus: Dampfschiffstraße 18 Grund-Informationen
Radetzkystr26.jpg
Aliasadressen =Dampfschiffstraße 18, =Radetzkystraße 24-26, =Obere Weißgerberstraße 17
Ehem. Konskriptionsnummer Vorstadt Weißgärber, 1770: - | 1795: - | 1820: - | 1847: -, Grünfläche Weißgärber Hauptstraße, An der Franzensbrücke
Baujahr 1847
Architekt Josef Kastan


Das Haus - Architektur und Geschichte

1770 war hier noch Grünland, erst Ende des 18. Jahrhunderts fand eine Bebauung des Areals statt. Das heutige Haus wurde von Josef Kastan 1847 erbaut - und wird nun, nach einem langwierigen erfolglosen Streit abgerissen.

Kaffee Urania

Datei:Kaffee Urania Cafe Urania.jpg
Das Café (später Kaffee) Urania
Blick zur historischen Franzensbrücke im Jahr 1890, am rechten Rand das Cafe 68

Nach der nahegelegenen Urania war dieses altmodische Kaffeehaus benannt. Schon um die Jahrhundertwende war in dem Haus ein Cafè zu finden, es nannte sich damals noch "Cafe 68".

1936 wechselten die Besitzer, ab da betrieb es die Familie Horky, die das Cafe bis zu seiner Schließung behielt. In der Nachkriegszeit waren sowjetische Soldaten zu Gast, später wandelte es sich zu einem "Nachtkaffeehaus", es eröffnete erst um 20:15 Uhr und präsentierte kleine Bands und Alleinunterhalter.

Die Innenausstattung des Kaffeehauses war legendär, hier stand ein Billardtisch, der bei Tanzveranstaltungen zur Seite geschoben wurde, zwei Kaffeehaus-Telefonzellen, die am Schluss nicht mehr in Betrieb waren, befanden sich gegenüber vom Eingang, und ein Wurlitzer spielte Singles aus den 1970ern. Die Wände wurden von Bildern geziert, die an das alte Wien erinnerten: hier hingen und lagen vor allem Bilder vom Prater, eine Sammlung von 4000 Fotografien und Ansichtskarten, aber auch Dokumente vom alten Weißgerber-Viertel und der Urania, die im Rahmen der "Langen Nacht der Museen 2014" als Sammlung Horky präsentiert wurden. Laut seinem Besitzer war das Kaffee Urania Drehort von 30 Spielfilmen, darunter "Kommissar Rex", "Vatertag", "Kottan ermittelt", "Soko Donau" und die Thriller-Serie "Spuren des Bösen" mit Heino Ferch in der Hauptrolle.

Bekannt war das Cafe auch, weil es ein sehr günstiges Preisniveau bot, ein Achterl Wein kostete bis zuletzt 1,5 Euro, ein Kleiner Brauner 1,60 Euro.

Das Kaffee Urania wurde im Jänner 2016 geschlossen, sein letzter Besitzer, Hubert Horky, starb am 4.6.2016. Das alte Kaffeehaus soll nun in eine Garage umgebaut werden. [1], [2]



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Quellen