Bräunerstraße 8

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Grund-Information
Bräunerstraße 19.JPG

Bräunerstraße 8

Aliasadressen =Bräunerstraße 8, =Habsburgergasse 5
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1136 | vor 1821: 1203 | vor 1795: 1165
Baujahr 1723
Architekt unbekannt


Pappenheimsches Haus, auch Cavrianisches Haus - Architektur und Geschichte

Palais Cavriani

Das Palais wurde 1723 im Auftrag von Maximilian Cavriani erbaut, Cavriani Hofkammerrat von Maximilian II. Das Palais blieb in seiner Familie bis zu, Jahr 1923.

Die beiden Fassaden des Palais sind, ganz untypisch für ein Palais, prunkvoll gestaltet. Auf der Portalverdachung auf der Seite der Bräunerstraße sind Statuen der Heiligen Leopold und Florian zu sehen, in der Mitte ist eine vergoldete Marienstatue aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts angebracht.

Vorgängerhaus

Auf dem Areal stand im 14. Jahrhundert das Haus der Herren von Kapellen, sie werden 1384 letztmalig erwähnt. 1567 besaß es der Münzmeister Hanns Hartmann, bis es an Konrad Pappenheim gelangte.

Das 1583 neu erbaute "Cavrianische Haus" wurde vom Vater des Feldherren Pappenheim in Auftrag gegeben. 1605 gelangte es in den Besitz der Grafen-Familie Cavriani, die 1703 anstelle des kleinen Hauses ein Palais errichten ließ.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Gedenktafel - Dietrich von Hildebrand

An der Front der Habsburgergasse ist eine Gedenktafel für den Philosophen Dietrich von Hildebrand (1889 – 1977) angebracht.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Hildebrand GT.jpg Hildebrand, Dietrich von In diesem Haus lebte

von 1935 bis 1938
der Philosoph Dietrich von Hildebrand
1889 - 1977
Seine Liebe zur Wahrheit
führte ihn in die katholische Kirche
und in einen kompromisslosen Kampf
gegen den Nationalsozialismus

Schatzsuche und Spukgeschichten

Angeblich soll es in dem Haus schon seit dem 18. Jahrhundert spuken. Besonders aus dem "grünen Zimmer" hätte man immer wieder Klopfgeräusche vernommen, sodass sich kaum jemand in den Raum zu gehen wagte. Allein die damalige Haushofmeisterin Dorothea, eine alte Dame, wagte sich hinein. Nachdem man sich eine alte Sage erzählte, dernach in dem Haus ein Schatz verborgen sein soll, schickte die Familie die Haushälterin los, die Geister im grünen Zimmer dazu zu befragen. Kaum hörte die alte Dame wieder Stimmen aus dem Raum, ging sie tatsächlich hin. Und sie sah dort Männer, die bei Kerzenschein Geld zählten. Als sie sich kurz umdrehte, war der Spuk wieder verschwunden. Sorothea erzählte das Erlebte ihrem Beichtvater, der ihr das nächste Mal nachschlich. Auch da sah sie wieder Lichter, jedoch keine Männer mehr. Auf Geheiß des Priesters warf sie ihre Schürze über die Lichter und fiel in Ohnmacht. Als sie davon erwachte, schilderte sie von einer Ohrfeige, die sie von einer alten Frau erhalten habe und von Kisten voller Gold.

Begeistert suchte die Familie das ganze Haus ab, doch ein Schatz wurde nie gefunden. Er könnte noch heute dort verborgen sein...[1]

Sonstige Bewohner

  • Anton Hainisch, beeidigter Inventurs- und Schätzungskommissar (Stadt 1136) [2]



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Quellen

  1. Robert Bouchal, Gabriele Lukacs, Unheimliches Wien, pichler Verlag, 2010. S. 31-33
  2. Franz Haller: Adressenbuch des bürgerlichen Handelsstandes in der k.k. Haupt- und Residenzstadt Wien für das Jahr 1832, Eigenverlag, 1833, Wien, S. 4