Bellariastraße

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Bellariastraße

Bellariastraße 11.JPG

Benennung 1869
Benannt nach Bellaria
Straßenlänge 230,64 Meter [1]
Gehzeit 2,78 Minuten
Vorherige Bezeichnungen keine, Glacis, Vorstadt vor dem Widmertor


Namensgebung und Geschichte

An dem Platz, der im Mittelalter Teil der Vorstadt war (vor dem Widmertor) wurde 1755/56 ein Bauteil an die Hofburg angefügt: Die Bellaria. Sie reichte bis auf Höhe des zweiten Stockes und bildete ein Plateau, das überdacht in die Gemächer der Hofburg führte. Die Auffahrt auf die Bellaria führte vom Heldenplatz über eine lange Rampe, der Wunsch nach dem Bau stammte von Maria Theresia, denn sie wollte bis direkt vor ihre Privatgemächer gefahren werden, ohne Stiegen steigen zu müssen. Bellaria ist der italienische Ausdruck für „schöne, angenehme Luft“ und war im 18. Jahrhundert ein Synonym für repräsentative Bauten.

Die Rampe, die zur Bellaria führte, wurde im Zuge der Sprengung der Burgbastei 1818 abgetragen. Nachdem der unbebaute Bereich einige Zeit als Naherholungsgebiet genutzt wurde, und die Stadtmauer zwischen 1861 und 1863 mit gleichzeitiger Schaffung der Ringstraße abgetragen wurde, wurde die sich ergebende Straße 1869 Bellariastraße nach der Bellaria benannt.

Station für Akkumulatorenwagen

1894 wurde zwischen Bellaria und Burggasse eine Verkehrsstrecke für die erste elektrische Straßenbahn, die "Akkumulatorenwagen" eingerichtet. Da in Wien jedoch zu hohe Gefälle zu überwinden sind, scheiterte der Versuch, die Straßenbahn war nicht stark genug. Die Probestrecke wurde daher bald stillgelegt.[2], [3]

Die Häuser der Straße



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Quellen

  1. Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at
  2. Richard Groner: Wien wie es war, vollst. neu bearb. von Felix Czeike, Verlag Molden, Wien-München, 1965, 6. Auflage, S. 14
  3. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 34