Ghegastraße 1

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Haus: Ghegastraße 1 Grund-Informationen
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Aliasadressen =Arsenalstraße 3, =Ghegastraße 1, =Lilienthalstraße 2
Ehem. Konskriptionsnummer Vorstadt xxx, 1770: - | 1795: - | 1820: - | 1847: x, xx
Baujahr 1849 - 1856.
Architekt Ludwig Förster, Theophil Hansen, Eduard van der Nüll, Carl Rösner, August Sicard von Sicardsburg


Das Haus, Arsenal - Architektur und Geschichte

Der riesige Komplex des Arsenals besteht aus 72 Sichtziegelbauten, die einst als Kaserne und Depots genutzt wurden. Unmittelbar daneben liegt der Schweizer Garten.

Der Bau, ein ehemaliges Artillerie-Arsenal, wurde durch die Märzrevolution 1848 ausgelöst, damals entschied man, in der Stadt nur mehr "Defensivkasernen" zu belassen, und ersetzte damit das Arsenal, das 1558 erbaut, und unter 1672 unter Leopold I. erweitert worden war in der Renngasse 3.

In Summe benötigte der Bau sieben Jahre (Schlusssteinlegung 8. Mai 1856), sämtliche berühmten Architekten wirkten an der Planung mit, so August Sicard von Sicardsburg, Eduard van der Nüll, Theophil von Hansen, Carl Rösner und Ludwig Förster; Baumeister war Leopold Mayr.

1856 wurde im Areal sogar eine Militärvolksschule erbaut, zwischen 1872 und 1905 war hier auch eine Artilleriekadettenschule zu finden. Aus militärischer Sicht war Artilleriezeugfabrik das wichtigste Gebäude, das Kommandantengebäude (von Sicard von Sicardsburg und van der Nüll, 1850 - 1855) ist mit seinen Türmen, die an eine Burg erinnern, das auffälligste. An der Fassade sind allegorische Figuren von Hanns Gasser angebracht, in der Mitte findet sich die Austria, an den Risalittürmen stehen weitere:

  • Maschinenschlosser,
  • Wagner,
  • Waffenschmied,
  • Gießer;
  • Allegorien der Mathematik,
  • Physik,
  • Mechanik und
  • Chemie

In der NS-Zeit (zwischen 1938 und 1945) wurde das Arsenal als Kaserne und Panzerfabrik genutzt.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden im Arsenal zivile Anlagen untergebracht:

  • Dekorationswerkstätten der Bundestheater, von Erich Boltenstern und Robert Weinlich, 1959-1963
  • das Fernmeldezentralamt von Fritz Pfeffer, 1961-1963
  • die Fernmeldegarage von Heinz Marschalek und Georg Ladstätter, 1985-1987,
  • das Betriebsgebäude der Post- und Telegraphendirektion Wien, Niederösterreich und Burgenland (von Kurt Eckel, 1973) mit einem 155 Meter hohen Richtfunkturm und
  • das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Büro- und Institutsgebäude von Kurt Eckel, 1968/1969) mit Rechenzentrum, Bibliothek und Seminarsaal.

Am südlichen Rand der weitläufigen Anlage steht die neuromantische Arsenalkirche Maria vom Siege.

In der Anlage ist auch das heutige "Heersgeschichtliche Museum" untergebracht. Dieses Gebäude wurde zwischen 1850 und 1857 von Ludwig Förster und Theophil Hansen errichtet und wurde mit einem Geschützbohrwerk, einer Geschützgießerie und einer Munitionsfabrik ausgestattet. Das Museum zeigt Waffen und ist zugleich eine Ruhmes- und Ehrenhalle für die Armee.[1]

Science Center

1963–1966: Schweißtechn.Lehr- und Versuchsanstalt, Wien 3, Arsenal, Objekt 207 (Dirmosergasse)

Arsenalkirche Maria vom Siege

Arsenalkirche

Die am Ran des Aresenals errichtete Kirche war einerseits als Heereskapelle für die hierstationierten Artillerieregimenter dienen, andererseits auch als Grabstätte für besonders dekorierte Offiziere.

Die Kirche wurde zwischen 1853 und 1856 von Carl Roesner als Rohziegelbau errichtet, im 2. Weltkrieg jedoch schwer beschädigt und von Julius Lichtner 1951 erneuert.

Abbildungen dazu: https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/2886-abbildung-der-zeughausmuttergottes-nach-dem-beschuss-am-67-oktober-1848/

Ballonhalle

Arsenal 202, Ballonhalle

Unter Denkmalschutz steht die Ballonhalle des Aeroklubs Paris & Ballonfahrer Erzherzog Leopold von 1903.



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Quellen