Annagasse 2

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Grund-Information
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Annagasse 2 (in Google Maps betrachten)

Aliasadressen =Annagasse 2, =Kärntner Straße 41
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1004 | vor 1821: 1066 | vor 1795: 1024
Baujahr Kern: 14. Jhd., Umbau: um 1670
Architekt unbekannt


Das Palais Grundemann Esterhazy - Architektur und Geschichte

Das ehemalige Palais Esterhazy stammt aus dem 17. Jahrhundert, wobei hier Umbauten eines Hauses vorgenommen wurden, das aus dem 14. Jahrhundert stammt. Es ist damit das älteste Gebäude auf der Kärntnerstraße.

Ursprünglich befanden sich an dieser Stelle zwei Häuser, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts vereint wurden. 1684 kam das Areal in den Besitz des Kaiserlichen Rates Adam Antonius Grundemann von Falkenberg (Grundemannpalais). Sein Sohn ließ aus den vorhandenen Strukturen das heutige Palais errichten.

1767 kaufte es der Hofkammerrat Franz Freiherr von Harrucker. Zwischen 1877 und 1871 gehörte es dem Grafen Karoly, der auch den Balkon anbringen ließ.

Über dem Haupteingang in der Annagasse ist in einem hübschen Rundbogenportal das Wappen der Familie Esterhazy angebracht, die das Anwesen 1871 kaufte. Seither befindet sich das Palais im Besitz der Familie.

Adlmüllers Salon

Zwischen 1945 und 1968 war im Erdgeschoss der Salon des Modezars Fred Adlmüller. Als das Palais am 25.1.1968 durch einen Brand fast ganz zerstört worden war, musste es komplett umgebaut werden, von der Empire-Ausstattung ist heute kaum mehr etwas übrig. Der Großteil der Räumlichkeiten ist mit zeitgenössischer Kunst ausgestattet.

Casino

1968 eröffnete das Casino Cercle Wien im ersten Stock des Hauses, das es 1990/1991 renovieren ließ dabei wurden klassizistisch-pompejanische Wandfresken freigelegt. Die Casino-Räume wurden mit Malereien von Ernst und Michael Fuchs dekoriert. Das Atrium mit einem tempelartigen Aufbau und klassizistischen Kuppel zeigt Gemälde von Engeln und guten Dämonen, es handelt sich um ein Werk eines unbekannten Künstlers aus dem 19. Jahrhundert.

Musikmeile, Gedenkstern 54: Toscanini

54, Toscanini

In der Straße vor dem Haus ist Nummer 54 der Musikmeile eingelassen, der Gedenkstern für Toscanini.

Vorgängerhaus

1316 wird ein Haus namens "Zum heiligen Geist" hier erwähnt. Es gehörte dem Bürgerspital beim Kärntner Tor. Nach 1530 ging es in Privatbesitz über.

Wohnhaus des Juristen und Politikers Carl Auer

In dem Vorgängerbau wohnte der Jurist Carl Auer (vor 1590 Langenlois, † nach 1625 außerhalb Wiens). Auer war Mitglied des Äußeren Rats und zwischen 1622 und 1625 Stadtgerichtsbeisitzer. Auer war Protestant, 1625 verlor er deswegen alle Ämter und kehrte Wien den Rücken.



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